Aus aktuellem Anlass: Nachdem am 26.2.2026 vom SWR (und mit Verspätung von den Stuttgarter Zeitungen) gemeldet wurde, dass bei der Verlegung der Digitalisierungskabel massiv gepfuscht wurde und S21 nicht vor 2030 eröffnet werden wird, hat sich das Vortragsthema von Dieter Reicherter geändert. Er wird vor allem darauf eingehen, was diese neue „Wahrheit“ denn nun bedeutet.
Die ursprüngliche Ankündigung: Alle regelmäßigen NutzerInnen der S-Bahn (und vor allem die, die darauf angewiesen sind) kennen diese Gefühle zwischen Resignation und Verzweiflung, wenn sie am Bahnsteig stehen: kommt die S-Bahn oder kommt sie nicht? Und wenn sie kommt, mit wie viel Verspätung? Dazu kommen die wiederkehrenden Totalsperrungen, die notwendig sind, um Tausende Kilometer Kabel für die Digitalisierung des S-Bahn-Netzes zu verlegen. Diese Digitalisierung wiederum ist Voraussetzung dafür, dass der S21-Tiefbahnhof überhaupt je funktionieren könnte. Doch niemand weiß, wann diese unterirdische Haltestation je eröffnet wird. Inzwischen werden (von der neuen Bahn-Chefin) gar keine Fertigstellungstermine mehr genannt. Aber mit ständig steigenden Kosten fleißig weitergebaut und gebohrt. So demnächst auch am verkehrstechnisch sinnlosen und gefährlichen, aber trotzdem milliardenteuren Pfaffensteigtunnel, dessen Genehmigungsverfahren rechtlich höchst fragwürdig ist. Um die interessierte Bevölkerung auf den neuesten Informationsstand zu bringen, kommt der Jurist (ehemals Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart) und Sprecher des S21-Aktionsbündnisses, Dieter Reicherter, in die Glockenkelter. Er war schon zwei Mal in Stetten zu Gast und berichtet von den fortgesetzten Chaos-Tagen bei der Bahn. Und er zeigt Lösungsmöglichkeiten aus Sicht der S21-KritikerInnen auf. Eintritt frei, Spenden erwünscht. Eine gemeinsame Veranstaltung von K21 Kernen, Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart, Allmende Stetten und Parteifreies Bündnis PFB
PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 09/2026 vom 25.02.2026 Vorbemerkung zum folgenden Beitrag: Wir befinden uns in der zweiwöchigen Karenzzeit vor der Landtagswahl am 8. März 2026. Deshalb durfte die folgende Passage (in rot) nicht veröffentlicht werden. Begründung des Rathauses: „Sehr geehrter Herr Kögel, vielen Dank für Ihren eingereichten Beitrag des PFB Kernen. Da wir uns derzeit in der Karenzzeit vor einer Wahl befinden, gelten für Beiträge von Parteien besondere Regelungen. Nach § 6.1 des Redaktionsstatuts werden in diesem Zeitraum keine inhaltlichen politischen Beiträge veröffentlicht. Zulässig sind lediglich reine Terminankündigungen mit Datum, Ort und Titel der Veranstaltung – ohne politische Beschreibung, Einordnung oder Bewertung. Ihr Beitrag enthält über diese formalen Angaben hinaus auch politische Aussagen und Einordnungen, etwa durch die ausdrückliche Unterstützung eines Klimastreiks sowie durch die inhaltliche Beschreibung und Charakterisierung der Referenten und Themen. Damit geht der Text über eine reine Terminankündigung hinaus. Aus diesem Grund kann der Beitrag während der aktuellen Karenzzeit leider nicht veröffentlicht werden.“
Klimastreik am Freitag, 27. Februar Wir unterstützen die Organisation Fridays for Future [Freitage für die Zukunft] bei ihrem Klimastreik für eine sozialgerechte Klimapolitik am Freitag, 27. Februar. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr auf dem Marktplatz in Stuttgart. Wir fahren mit dem Bus 212 um 14:10 Uhr ab Stetten Kelter, 14:22 Uhr ab Karlstr. Rom, in Fellbach Esslinger Straße um 14:36 Uhr Umstieg in die U1 bis Stuttgart Börsenplatz.
Vortrag „S-Bahn-Chaos“ am 3. März Am Dienstag, 3. März um 19 Uhr kommt der Jurist und Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart21, Dieter Reicherter, zu einem Vortrag in die Glockenkelter. Sein Thema: „S-Bahn-Chaos + Chaos-Bahn – macht Stuttgart21 die S-Bahn kaputt?“ Eintritt frei, Spenden erwünscht.
Lesung „Friedenstüchtig“ am 19. März Am Donnerstag 19. März 2026 um 19 Uhr kommt der Journalist und Autor Fabian Scheidler in die Glockenkelter. Er liest aus seinem jüngsten Buch: „Friedenstüchtig – Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“. Eintritt: 7 Euro, Jugendliche und Studierende frei.
Vortrag Zumach am 10. April Der bekannte Autor Andreas Zumach, der schon mehrere Male bei Veranstaltungen in Stetten war, kommt am Freitag, 10. April 2026 um 19 Uhr in die Glockenkelter. Titel seines Vortrages: „Wohin führt die Zeitenwende?“ Eintritt: 6 Euro.
Kontakt Wenn Sie uns schreiben wollen: info@corinnakonzmann
Screenshot Plakat Klimastreik von Instagram Account Fridays for Future
PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 08-2026 vom 18.2.2026
In Kernen gibt es viele Menschen, die in Stuttgarter Betrieben, Büros und Freizeiteinrichtungen arbeiten. Ein Großteil dieser PendlerInnen fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Weil eigentlich haben wir eine sehr gute ÖPNV-Anbindung Richtung Hauptstadt: 211 und 212 nach Waiblingen und Fellbach, X20 nach Waiblingen und Esslingen. Nur wenn Sie von dort Richtung Stuttgart weiterfahren wollen, wird es problematisch. Ständige Sperrungen und Zugausfälle, die in den Durchsagen (wenn es denn welche gibt) den wartenden Fahrgästen mit phantasievollen Bezeichnungen angekündigt werden. So wird es ab 24.2. wieder eine einmonatige Komplettsperrung der Strecke zwischen Waiblingen und Cannstatt geben. Immer mehr Fahrgäste kehren deshalb zurück zur (ebenfalls nervigen) Autofahrt Richtung Stuttgart. Gegenüber den Vor-Corona-Jahren hat die S-Bahn 20% ihrer Fahrgäste verloren. Schuld daran sind vor allem die Fehlplanungen und das Endlosdrama in Zusammenhang mit Stuttgart21. Eines dieser Dramen ist die Behauptung, durch die Digitalisierung des Betriebs, dem sog. „Digitalen Knoten“ Stuttgart, könnten die versprochenen Kapazitäten auf den 8 Tiefbahnhof-Gleisen gefahren und das S-Bahn Nadelöhr „Hauptbahnhof tief“ leistungsfähiger werden.
Über das Thema „Bahn-Chaos + Chaos-Bahn – macht Stuttgart21 die S-Bahn kaputt?“ spricht der Jurist (ehemals Vorsitzender Richter am Landgericht in Stuttgart) und Sprecher des S21-Aktionsbündnisses, Dieter Reicherter, am Dienstag, 3. März um 19 Uhr in der Glockenkelter. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit K21 Kernen und der Allmende.
Dieter Reicherter – zum dritten Mal in Stetten zu Gast. Foto Ulli Fetzer
PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 07-2026 vom 11.2.2026
Wir kommen zurück auf die Gemeinderatssitzung vom 29.1. und den Tagesordnungspunkt „Umbenennung Hindenburgstraße“. Behandelt wurde ein Ende 2025 bei der Gemeinde eingereichter Einwohnerantrag, der die für einen derartigen Antrag notwendigen 200 Unterschriften aufwies. Sein Ziel: die Möglichkeit einer Rück- bzw. Umbenennung der Hindenburgstrasse (in Obergaß oder Hildegard-Spieth-Str.) zu prüfen: durch eine wissenschaftliche Untersuchung der Rolle Hindenburgs im 1. Weltkrieg und bei der Machtübergabe 1933 an die Nazis. Und zu prüfen, welche Umstände/Kosten eine Umbenennung für AnwohnerInnen mit sich brächte. Fast gleichzeitig gab es eine „Gegen“-Unterschriftensammlung (mit 484 UnterzeichnerInnen), die sich kategorisch gegen eine Umbenennung aussprach, u.a. mit dem Argument, dies sei den AnwohnerInnen finanziell und organisatorisch nicht zuzumuten. (Ohne zu wissen, wie groß der Aufwand tatsächlich wäre).
Letzteres hat wohl die Mehrheit des Gemeinderats so beeindruckt, dass CDUSPDUFWFDP einen Antrag stellten, den bestehenden Straßennamen nicht zu ändern. Immerhin solle, so dieser dann angenommene Antrag, „Maßnahmen einer sichtbaren Erinnerungskultur“ umgesetzt werden. Z.B. durch eine Erläuterungstafel unter dem bestehenden Straßenschild. Aber was soll auf diesem Zusatzschild draufstehen? Dass Hindenburg für Millionen Tote im 1. Weltkrieg verantwortlich war und die Nazis an die Macht gebracht hat. Ob so ein Schild gewünscht wäre? Nachbemerkung: Wie so ein Schild aussehen könnte, ist auf dem Foto von der Hindenburgstraße in Strümpfelbach zu sehen. Harmloser geht es nicht!
Veranstaltung zur „Polizeiaffäre“ Gerne weisen wir hin auf eine Veranstaltung der Allmende heute, Mi, 11.2., 19 Uhr, Glocke mit der Juristin Julia Goll zu den Hintergründen der „Polizeiaffäre“. Nachbemerkung: Wer sich für die Hintergründe der Polizeiaffäre interessiert, findet einen interessanten Bericht bei der Kontextwochenzeitung vom 25.02.2026 unter dem folgenden Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/778/saftladen-10752.html?pk_campaign=KONTEXT-per-EMail&pk_kwd=Ausgabe-778
Das Zusatzschild der Stadt Weinstadt zur Hindenburgstraße in Strümpfelbach. An sich war er doch ganz harmlos, der Hindenburg. Seine Rolle im 1. Weltkrieg, als Verantwortlicher für Millionen Tote? Fehlanzeige. Foto aufgenommen am 24.2.2026, Allmende Stetten
PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 06-2026 vom 4.2.2026
Man tut, glauben wir, unserem Bürgermeister kein Unrecht, wenn man sagt, dass er bestimmte Lieblingsprojekte hat: so die Digitalisierung und seit einiger Zeit auch die Mediathek Hangweide. Zu letzterer fand nun letzte Woche eine mit großem Aufwand betriebene Projektvorstellung statt: 4 Riesen-Bildschirme und 4 Infopunkte waren aufgebaut, eine Moderatorin engagiert, der planende Architekt Vos kam extra aus Holland, zahlreiche RathausmitarbeiterInnen waren abgeordnet. Man war versucht zu sagen: wenn mit demselben Aufwand die Planung eines dringend notwendigen Pflegeheims in Stetten vorangetrieben worden wäre, dann wären wir da nicht bei „Null“, wie schon seit vielen Jahren. Klar, diese Mediathek wäre eine tolle Sache. Die vielen „Aber“ dazu auf unserer Webseite pfb-kernen.de
Umbenennung Hindenburgstraße In der GR-Sitzung vom 29.1. stand ein Einwohnerantrag zur Um- bzw. Rückbenennung der Hindenburgstr auf der TO. In Hildegard-Spieth-Str. oder in (den über Jahrhunderte üblichen Namen) „Obergaß“. Ziel des Antrages: die Voraussetzungen für eine Umbenennung durch externe Gutachten untersuchen. In der Sitzung tauchte plötzlich ein (zuvor nichtöffentlicher) „Gegenantrag“ von CDUFDPUFWSPD auf (die OGL kam in letzter Minute dazu). PFB und OLK wurden in diesen Antrag nicht einbezogen (!). Die Initiative zog nach Diskussion ihren Einwohnerantrag zurück. Beschlossen wurde dann u.a.: „zu prüfen, welche Maßnahmen einer sichtbaren Erinnerungskultur umgesetzt werden können, ohne den bestehenden Straßennamen zu ändern.“ (Der gesamte Beschluss ist nachzulesen unter https://kernen.ratsinfomanagement.net, Sitzung 29.1.26), oder auf unserer Webseite pfb-kernen.de
Es ist schon eine Weile her, dass Hexen in der Walpurgisnacht eine Rückbenennung der Hindenburgstraße in Obere Gasse vornahmen. Leider nur für kurze Zeit. Foto Archiv Allmende Stetten
Vorbemerkung zum folgenden Dokument: Im folgenden finden Sie das Beschlussprotokoll zum Tagesordnungspunkt „Umbenennung Hindenburgstraße“ der Gemeinderatssitzung vom 29.1.2026. Dieses Beschlussprotokoll ist nicht sehr strukturiert und für Außenstehende schwer zu verstehen. Deshalb der Versuch einer Einordnung: Das Fern-Ziel des Einwohnerantrages war die Umbenennung der historisch belasteten Hindenburgstraße in Stetten. Entweder in den Jahrhunderte gültigen Namen „Obergaß“ oder in „Hildegard-Spieth-Straße“. Als Vorarbeit dafür sollten verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben werden, z.B. zur Rolle Hindenburgs, zur Person von Frau Spieth und zu den evtl. Kosten einer Umbenennung für die AnwohnerInnen. Das Ziel des dann kurz vor der Sitzung eingereichten Antrags von CDUSPDFDPUFW war es, die Annahme dieses Einwohnerantrags zu verhindern – und damit auch eine mögliche Umbenennung der Hindenburgstraße. (Siehe dazu die in rot markierten Stellen im untenstehenden Dokument). Alle Ausführungen zur Notwendigkeit von Erinnerungsarbeit, die in dem Antrag enthalten sind, sind Balkon-Bekenntnisse ohne weitere Konsequenzen oder Handlungen. Dieses Ziel wurde erreicht, weil die Initiative ihren Einwohnerantrag zurückzog und (recht unverbindlich) beschlossen wurde, eine Informationsveranstaltung über Hindenburg durchzuführen. Was soll die bringen außer den seitherigen Erkenntissen, dass Hindenburg ein Steigbügelhalter Hitlers und als Oberbefehlshaber der Heeres ein Kriegsverbrecher des 1. Weltkrieges war? Mit der Verantwortung für Millionen von Toten. Gleichzeitig ist noch interessant, dass dem Gemeinderat – nichtöffentlich! – eine weitere Unterschriftenliste vorlag, die von einer betroffenen Obergaß-Anwohnerin in den letzten Wochen durchgeführt wurde. Diese Liste hatte insgesamt 484 Unterschriften vorzuweisen. Der Einwohnerantrag hatte nur 368! Wobei dazu gesagt werden muss, dass für die Rechtsgültigkeit eines Einwohnerantrags nur 180 Unterschriften notwendig gewesen wären. Die Initiative also gar nicht mehr aktiv weiter gesammelt hat, nachdem absehbar war, dass genügend Unterschriften zusammenkommen. Des weiteren muss erwähnt werden, dass der dann im GR eingebrachte Gegenantrag von CDUSPDFDPUFW unter Ausschluss der OGL zustande kam (die hat man kurz vor der Sitzung noch mit reingenommen) und vor allem unter komplettem Ausschluss der EinzelgemeinderätInnen von PFB und OLK. Klar, kann man machen im Bewusstsein der Machtverhältnisse, aber ist das die „feine, demokratische Art“? Und es muss noch erwähnt werden, dass Bürgermeister Paulowitsch der Initiative ein (begrenztes) Veröffentlichungsrecht im Mitteilungsblatt verwehrt hat, um ihr Anliegen und ihre Ziele darzustellen. Klar, kann er machen kraft Amtes, aber ist das die „feine, demokratische Art“? Und nicht zuletzt hat BM Paulowitsch der Druckerei Grübel (die das Mitteilungsblatt druckt) untersagt, im Mitteilungsblatt Kernen eine bezahlte (!) Anzeige der Initiative zu veröffentlichen, mit der auf die Unterschriftensammlung beim Martinimarkt hätte hingewiesen werden sollen. Ein eindeutiger Verstoß gegen das Redaktionsstatut des MB, das die Verantwortung für Anzeigen beim Verlag verortet. Nun, an dieser Stelle soll mal aufgehört werden – obwohl es noch viel zu sagen gäbe. Sonst blickt ja gar niemand mehr durch. Ebbe Kögel Wenn Sie uns schreiben wollen. Gerne. Email an info@pfb-kernen.de
Weitere Infos auch auf der sehr gut gestalteten Webseite der Initiative für den Einwohnerantrag: www.hindenburgstrasse-umbenennen.de
PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt 05-2026 vom 28.1.2026
Bereits mehrere Male berichteten wir über die geplante Mediathek auf der Hangweide. Nun fand am Mo, 26.1. eine Infoveranstaltung dazu statt. (Nach dem Redaktionsschluss für diesen Beitrag). Trotzdem ein paar Bemerkungen im Vorfeld, auch wg. des WKZ-Artikels vom 22.1. über „Offene Fragen zur Mediathek“.
Darin wird das Rathaus (wegen Umfrage von PFB + OLK) mit der Aussage zitiert, „kritisch darf man immer sein – aber bitte die Fakten beachten“. Das ist nett, dass uns das Rathaus gestattet, kritisch zu sein. Und hier sind auch die Fakten dazu: a) Für eine zentralisierte Bibliothek gibt es erst einen Planungsbeschluss, keinen Baubeschluss des GR. b) In der GR-Vorlage 121-24 werden die geplanten Kosten angegeben: 376T für Einrichtung, 170T Miete/Jahr. Das macht in 20 Jahren 3,7 Mio. Eine einfache Rechnung. Aber nie entsprechend veröffentlicht, auch nicht in der online-Umfrage zur Mediathek in 2025. Man kann jetzt natürlich sagen – so wie die Gemeinde – die jährlichen Ausgaben für Miete wären nur 0,2% des Haushalts. Oder man spricht von 3,4 Mio in 20 Jahren. c) Die Gemeinde spart ab 2026 massiv an ihrer Kulturarbeit: Kabarett-Reihe gestrichen, keine Kulturmanagerin mehr. Wird hier für Mediathek umgeschichtet? d) Zu unserer angeblich fehlenden Transparenz: Den Text unserer Umfrage haben wir wir hier im MB veröffentlicht. Und dort darauf hingewiesen, dass die Bedenken der Bevölkerung, die uns per Email erreichten, auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de dokumentiert sind. Wer wollte, hätte es dort lesen können. Dort finden Sie noch viele weitere Bemerkungen/Fragen (und o.g. WKZ-Artikel), die wir aus Platzgründen hier nicht veröffentlicht können. Ebbe Kögel
Nachbemerkung: Der obige Artikel wurde v o r der Infoveranstaltung am Mo, 26.1.2026 geschrieben.
Die Veranstaltung zur Mediathek am 26.1. war war sehr gut besucht. (Siehe Foto unten). Die Gemeinde hatte einen Riesen-Aufwand betrieben: 4 Riesen-Bildschirme aufgestellt, eine Moderatorin und den holländischen Architekten „eingeflogen“, 4 Infopunkte mit großen Plakaten aufgestellt und ca. 2 Dutzend Rathaus-MitarbeiterInnen zur Betreuung abgestellt. (Wenn die Gemeinde mit solchem Eifer und Aufwand die Planung eines Pflegeheims in Stetten betrieben hätte, dann hätten wir schon längst eines!) Klar, hochinteressante Idee, so eine Mediathek. Und tolle Präsentation des Architekten. Er versprach sozusagen ein neues „Paradies“ auf der Hangweide. Die BesucherInnen waren beeindruckt. Kritische Punkte kamen eher nicht zur Sprache, über die Finanzen (nach wie vor über 3 Millionen Euro in 20 Jahren) wurde gar nicht gesprochen, die Mediathek scheint beschlossene Sache zu sein. (Ausführlicher Bericht folgt). Ebb Kögel
Architekt Art Voss präsentiert sein Mediathek-Konzept, Bürgerhaus, 26.1.2026, Foto PFB
Beitrag PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen Nr. 4-2026 vom 21.01.2026 Ende 2025 machte eine Verlautbarung der Stadtwerke Mannheim die Runde. (Siehe Artikel ZEIT 30.12.25). Sie gaben bekannt, dass sie sich bis 2035 komplett aus dem Gasnetz zurückziehen werden. Alle Haushalte mit Gasheizung müssten deshalb auf Fernwärme bzw. Wärmepumpe umsteigen. Was ja bekanntlich, neben technischen Schwierigkeiten bei älteren Häusern, mit hohen Kosten verbunden ist. Lock- oder Druckmittel für die Umstellung ist die Tatsache, dass nach deutschem Recht die Kosten für Betrieb und Instandhaltung des Gasnetzes komplett auf die angeschlossenen Haushalte umgelegt werden können. Je weniger angeschlossen sind, desto teurer wird es für die Übrigbleibenden. Dasselbe gilt übrigens auch für Wasser/Abwasser: die Kosten (insg. 22 Mio €) für die Zentralisierung der Kernener Kläranlagen werden in den nächsten Jahren auf alle Haushalte umgelegt.
Die Ankündigung der Mannheimer Stadtwerke sorgte für Aufregung, es gründete sich eine Bürgerinitiative „Hände weg vom Gasnetz“, der Gemeinderat schaltete sich ein. Die Stadtwerke blieben beim dann umbenannten „Zielkorridor“ 2035. Das Grundproblem besteht auch für Kernen: Gibt es 2035 noch ein funktionsfähiges Gasnetz zu erschwinglichen Preisen in unserer Gemeinde? Im Mai 2025 wurde vom Gemeinderat beschlossen (gegen die Stimme des PFB), die Konzession für unser Gasnetz für 20 Jahre (also bis 2045) an die Netze BW bzw. die EnBW zu vergeben. Aber niemand weiß, was die EnBW vorhat. Werden sie sich auch in 10 Jahren zurückziehen, trotz Vertrag? Werden sie auf Wasserstoff umsteigen? Oder haben sie gar ganz andere Pläne, wo die Öffentlichkeit noch nicht kennt? Viele Fragen, (noch) keine Antworten.
Ebbe Kögel
Von den meisten Menschen unbemerkt: Abdeckung für die Gasleitung in der Pommerstraße in Stetten. Darunter verläuft die Gasleitung. Foto PFB
Beitrag PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 03-2026 vom 14.01.2026 Unser Weihnachtswunsch 2025 konnte leider aus Platzgründen im Mitteilungsblatt vor den Festtagen nicht veröffentlicht werden. Deshalb kommt hier jetzt der verspätete Wunsch: Wenn Sie zu den vielen Menschen gehören, die mit dem X20 zum Esslinger Weihnachtsmarkt fuhren, dann kennen Sie wahrscheinlich die Situation, dass der Bus rappelvoll ist und es zu zusätzlichen Wartezeiten kommt, weil Fahrgäste beim Fahrer bezahlen wollen. So entstand unser Wunsch: nämlich die Einführung des Nulltarifs im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also in Bussen und S-Bahnen. Stellen Sie sich mal vor, Sie bräuchten keinen Fahrschein mehr, Sie stehen einfach an der Haltestelle, steigen ein und fahren los. Im Idealfall auch noch mit einem Bus im Viertelstundentakt. Der Zeitaufwand für das Bezahlen entfällt, der Bus kann sofort losfahren und kommt so schneller an sein Ziel, sagen wir mal nach Esslingen, Endersbach, Waiblingen oder Fellbach. Und dort angekommen, steigen Sie einfach in die nächste S-Bahn um. Auch die Kosten für die Fahrscheinautomaten, die Kontrolleure und der bürokratische Aufwand für den Verkauf von Monatskarten und Deutschlandticket entfielen. Wäre das nicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns alle? Übrigens: in unserer Nachbarstadt Waiblingen gibt es diesen Nulltarif schon: er galt 2025 an allen Samstagen im Advent im Stadtgebiet der Stauferstadt. Das wäre doch für Kernen auch eine gute Idee. Dieses Jahr vielleicht? Die Millionenstadt Madrid begann das Jahr 2026 mit 2 Tagen Nulltarif am 8. + 9. Januar. Sie wiederholt damit eine Aktion, die bereits erfolgreich bei anderen Gelegenheiten zu Zeiten hoher Nachfrage angewandt wurde. Hier die dazugehörige Meldung aus dem Internet: https://madridsecreto.co/de/kostenlose-busse-und-bicimad-in-madrid-2026-bestatigt/ Madrid wird das Jahr 2026 mit zwei Tagen kostenlosem Nahverkehr beginnen. Die Busse der EMT und Bicimad fahren am Donnerstag, den 8. und Freitag, den 9. Januar kostenlos, wenn nach den Weihnachtsferien die Schule und die Arbeit wieder aufgenommen werden. Der Stadtrat wiederholt damit eine Formel, die er bereits bei anderen Gelegenheiten zu Zeiten hoher Nachfrage angewandt hat, um die Menschen zu ermutigen, ihr Auto zu Hause zu lassen und Staus in einer der verkehrsreichsten Wochen des Jahres zu reduzieren. 48 Stunden lang werden alle EMT-Busse kostenlos fahren, mit einer Ausnahme: Auf der Linie Airport Express wird weiterhin der übliche Fahrpreis erhoben. Der kostenlose Dienst wird von Donnerstag, dem 8. Januar, 00:00 Uhr, bis Freitag, dem 9. Januar, 23:59 Uhr, angeboten. Wie bei früheren Gelegenheiten ist die Entwertung des Fahrscheins obligatorisch, und wer keine Zeitkarte oder keinen Fahrschein hat, kann den Fahrer um einen kostenlosen Einzelfahrschein bitten. Diese Politik wurde bereits an 72 Tagen in 29 Zeiträumen seit 2021 angewandt, mit mehr als 79,4 Millionen kostenlosen Fahrten, von denen 15,25 Millionen auf nicht-reguläre Busnutzer entfielen, so die Angaben der Stadtverwaltung von Madrid.
Elektronische Fahrplanauskunft für X20 Kurzstrecke Stetten – Rom. (Für die Kurzstrecke dürfen max. 3 Haltestellen betroffen sein. Gilt also vom Einstieg bis zur übernächsten Haltestelle. (Die durchfahrenen Haltestellen – wo z.B. der Expressbus nicht hält – zählen auch mit). Im Jahr 2018 kostete sie noch 1,40 €, im Januar 2026 sind es 2,10€. Bei Nulltarif tät es nix koschda! Foto PFB
Für die meisten Menschen – zumindest für diejenigen, die es feiern bzw. feiern können – ist Weihnachten eine Zeit der Geschenke und eine Zeit der guten Wünsche. Davon ging auch der Verein Kernen21 (kurz „K21“) aus, der sich seit 12 Jahren um den Öffentlichen Nahverkehr und die Barrierefreiheit in unserer Gemeinde und in der Region kümmert. Für die letzte Ausgabe, die Weihnachtsausgabe des Mitteilungsblattes, hatte K21 einen Weihnachtswunsch formuliert, der in dieser letzten Ausgabe des Jahres veröffentlicht werden sollte. Wie schon in vielen anderen Fällen wurde dieser Beitrag – trotz Weihnachtswünschen – von der Gemeindeverwaltung zensiert. Der Beitrag hatte den folgenden Wortlaut, die zensierten Passagen sind in rot:
Ein Weihnachtswunsch Haben Sie auch manchmal Weihnachtswünsche, von denen Sie nicht wissen, ob sie je in Erfüllung gehen werden? Aber diese Erfüllung ist auch nicht komplett ausgeschlossen, es ist halt nicht so klar, wann das sein wird. So einen Weihnachtswunsch hätten wir auch: nämlich den Nulltarif im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also in Bussen und S-Bahnen. Stellen Sie sich mal vor, Sie bräuchten keinen Fahrschein mehr, Sie stehen einfach an der Haltestelle, steigen ein und fahren los. Im Idealfall auch noch mit einem Bus im Viertelstundentakt. Die Zeitaufwand für das Bezahlen entfällt, der Bus kann sofort losfahren und kommt so schneller an sein Ziel, sagen wir mal nach Esslingen, Endersbach, Waiblingen oder Fellbach. Und dort angekommen, steigen Sie einfach in die nächste S-Bahn um. Wäre das nicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns alle? Übrigens: in unserer Nachbarstadt Waiblingen gibt es diesen Nulltarif schon: zumindest an allen Samstagen im Advent im Stadtgebiet der Stauferstadt. Das wäre doch für Kernen auch mal eine gute Idee. Nächstes Jahr vielleicht?
Mit dem X20 zum Weihnachtsmarkt Esslingen Der Weihnachts- und Mittelaltermarkt hat noch bis Montag, 22.12. täglich von 11-20 Uhr (Fr + Sa bis 21:30 Uhr) geöffnet. Der X20 fährt alle halbe Stunde in die alte Reichsstadt, am Wochenende stündlich. Dieser Bus wird rege genutzt, wie Sie sicher festgestellt haben. (Auch zur Umgehung des S-Bahn Chaos auf der Strecke zwischen Waiblingen und Cannstatt). Und nun stellen Sie sich mal vor, beim Nulltarif im ÖPNV entfielen die Wartezeiten beim Bezahlen und Sie wären noch schneller am Ziel. Als Weihnachtswunsch halt. In diesem Sinne: Kommen Sie gut ins Neue Jahr.
Nachbetrachtung: Die Zensur im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen nimmt immer absurdere Formen an. Als jemand, der regelmäßig für das Mitteilungsblatt schreibt, schwanke ich zwischen Empörung, Amusement und Resignation – ganz abgesehen von der verschwendeten Zeit, wenn mensch stundenlang vor dem Rechner sitzt, um einen Beitrag zu schreiben, der nachher mit einem Federstrich rausgeworfen wird. Ein zusätzlich erschwerendes Moment ist die Tatsache, dass Zensur immer willkürlich ist. Und das ist auch so gewollt. Als Schreibender weißt du nie, ob der Beitrag veröffentlicht wird oder nicht. Die eine Woche geht etwas durch, was die darauffolgende Woche zensiert wird. Wie gesagt: willkürlich. Und in dem oben beschriebenen Fall auch absurd. Die Willkürlichkeit der Zensur trägt wesentlich dazu bei, dass die Schreibenden die sog. „Selbstzensur“ praktizieren. Wenn es zweifelhaft ist, ob etwas veröffentlicht wird, wird es von vorneherein nicht geschrieben. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie (vielleicht ist es auch absurd), wenn die Redaktion des Mitteilungsblatts (und damit die Gemeinde Kernen) auf der Titelseite der Weihnachtsausgabe (Nr. 51 vom 17.12.2025) schreibt (in derselben Ausgabe, in der der „Weihnachtswunsch“ von K21 zensiert wurde): „Die Redaktion bedankt sich herzlich für […] die zahlreichen Beiträge, die uns im Laufe des Jahres erreicht haben. Sie alle machen das Mitteilungsblatt zu dem, was es ist: ein lebendiges Stück Gemeindeleben“. (Siehe Foto). Vor allem angesichts der Tatsache, dass der allgemeine gesellschaftliche Meinungskorridor immer enger wird – weil tatsächlich viele Menschen sich nicht mehr getrauen, ihre Meinungen und Gefühle in der Öffentlichkeit (teilweise auch im Privaten) zum Ausdruck zu bringen, zu sagen oder zu schreiben. Beziehungsweise auf Plattformen ausweichen, die durchaus auch problematisch sein können. Leider ist es zur Zeit auch nicht möglich, eine öffentliche Debatte darüber zu führen, weil diejenigen, die die Macht haben, über den Abdruck von bestimmten Dingen zu entscheiden (oder halt über bestimmte Dinge nicht berichten) das Problem nicht sehen, ignorieren oder gar abstreiten, dass es überhaupt existiert. Und sich deshalb auch weigern, darüber zu diskutieren oder sich damit auseinanderzusetzen. Ebbe Kögel
Ausschnitt Titelseite Mitteilungsblatt Kernen Nr. 51-2025 vom 17.12.2025
PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt 51-2025 vom 17.12.2025
Im letzten Mitteilungsblatt 2025 gehen wir nochmal auf die geplante Mediathek auf der Hangweide ein. Aufgrund unserer Beiträge und wegen unserer Umfrage unter den NutzerInnen der Büchereien in Stetten und Rom wurden wir von verschiedenen Fraktionen angegriffen. Wir würden mit Unwahrheiten und Falschinformationen arbeiten.
Dazu stellen wir fest: wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Bürgerschaft rechtzeitig (!) in die Planung dieses Millionenprojekts einzubinden. Das ist seither nicht der Fall gewesen, obwohl es ja eigentlich einen Bürgerbeteiligungsprozess für die Hangweide gab. Die von uns verwendeten Zahlen (Kosten von 3,7 Mio € in 20 Jahren) entnahmen wir einem offiziellen und amtlichen Dokument, nämlich der Gemeinderatsvorlage 121-2024, die jederzeit im Ratsinformationssystem der Gemeinde eingesehen werden kann. Bei der von uns durchgeführten Befragung standen 2 Antworten zur Auswahl: a) Mediathek bauen + Schliessung Stetten/Rom b) Erhalt der beiden bestehenden Büchereien. 198 von 200 Befragten haben sich für die Variante b) entschieden. Das sind die Fakten. Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung: info@pfb-kernen.de. Mehr Infos: pfb-kernen.de
Dank Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns und unsere Gemeinderätin Corinna Konzmann im vergangenen Jahr unterstützt und Mut zugesprochen haben. Diesen Mut braucht es, wenn man/frau nicht mit dem großen Strom schwimmt und kritische Fragen stellt. Aber Demokratie lebt von der Meinungsvielfalt. Wir sind ein Teil davon.
Spenden Gerne dürfen Sie uns mit einer Spende unterstützen (steuerlich abzugsfähig): Parteifreies Bündnis, IBAN DE19 6025 0010 0015 1820 61. Bitte Adresse nicht vergessen.
Wieder einmal sah sich die Gemeindeverwaltung genötigt, in der Druckausgabe des Mitteilungsblatts eine Nachbemerkung zu unserem Beitrag zu veröffentlichen:
Anmerkung der Gemeindeverwaltung Wie bereits mehrfach betont: In Stetten wird eine Kinderbücherei eingerichtet. Der Gemeinderat hat diese dauerhafte Lösung für Stetten bereits deutlich gemacht. Für Rommelshausen gilt: Die geplante Bibliothek liegt nur etwa 7 bis 10 Gehminuten vom bisherigen Standort entfernt, für Teile des Ortsteils sogar näher als der aktuelle Standort. Ziel ist, das Angebot auch künftig gut erreichbar zu halten. Unabhängig von der politischen Debatte ist uns wichtig, dass die anstehende Informationsveranstaltung am Montag, 26. Januar 2026 um 18 Uhr im Bürgerhaus Rommelshausen die offenen Fragen sachlich beantwortet und die konkreten Planungen transparent darstellt.
Zusätzlich zu dieser Nachbemerkung wurden im amtlichen Teil des Mitteilungsblatt 51-2025 zwei Sonderseiten veröffentlicht, mit der Entstehungsgeschichte der Idee einer Mediathek auf der Hangweide und Abbildungen der ersten Entwürfe des holländischen Architekturbüros Aat Vos. Siehe die untenstehende Datei. Wobei auf diesen Sonderseiten nun nicht mehr von einer „Mediathek“ die Rede ist, sondern von einer „Bibliothek“. Aus welchen Gründen auch immer. Die dort abgebildeten Entwürfe wurden übrigens dem Gemeinderat bereits am 26.11.25 in einer nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt. Hier ein paar Bemerkungen zu diesen 2 Sonderseiten: a) Eine Mediathek die, wie beschrieben, ein Ort ist, „der Bildung, Kultur und Alltag miteinander verbindet“, ist sicherlich eine tolle Sache. Die Frage ist allerdings, ob diese neue tolle Einrichtung mit dem bestehenden Personalschlüssel und den jetzigen Kosten betrieben werden kann? Und wem sie letzten Endes zugute kommt. b) Wird die Mediathek auf Kosten der bestehenden Büchereien gebaut? Die Schließung der Bücherei in Rom und der Erwachsenen-Bücherei in Stetten trägt sicherlich zur weiteren Verödung der bestehenden Ortskerne bei. Was insbesondere in Stetten ein großes Problem ist. c) Wenn nun gesagt wird, dass die Mediathek auf der Hangweide nur 7-10 Minuten Fußweg von der jetzigen Bücherei entfernt sei, dann müsste dies nachgeprüft werden. Und wie weit ist der Fußweg von Stetten? d) Im erwähnten Beitrag wird eine transparente Finanzierung eingefordert. Dann müssten tatsächlich alle möglichen Kosten nachprüfbar offengelegt werden, für 10, 20 und 30 Jahre Betrieb. Insbesondere in einer Zeit, in der der Gemeinderat schon die ersten Einsparungen beschlossen hat und die gemeindliche Kulturarbeit mehr oder weniger eingestellt wird. (Keine Kabarett-Veranstaltungen im Bürgerhaus mehr, Stelle der Kulturamtsleisterin wird nicht wieder besetzt.) e) Die Idee einer Mediathek wurde wohl vor 6 Jahren im damaligen Bürgerbeteiligungsprozess auf eine lange Liste von Vorschlägen gesetzt. Aber danach ist in Sachen Bürgerbeteiligung nichts mehr passiert. e) Weitere Fragen werden sich sicherlich noch ergeben Ebbe Kögel
Hier soll einmal der Dorfplatz der Hangweide mit Mediathek gebaut werden – dafür wurde in einem Akt der Gewalt der ehemalige Kirchsaal der Anstalt abgerissen. Foto PFB, Dezember 2025