PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt 31-2026 vom 30.7.2026
Vor kurzem beschloss der GR, zusammen mit den Stadtwerken Weinstadt einen „Wasserverband Trinkwasserversorgung“ zu gründen. Aufbauend auf dem seit über 100 Jahre existierenden Wasserverband Rom-Endersbach. Das PFB hatte Bedenken, weil bei den Stadtwerken Weinstadt der Energiekonzern EnBW mit 25,1% beteiligt ist. Mit der EnBW und deren Winkelzügen hat Kernen bei der Gründung des Remstalwerks sehr schlechte Erfahrungen gemacht, die uns viel Geld kosteten. Deshalb fragten wir in der letzten GR-Sitzung nach: beim Wasser ist die EnBW nicht beteiligt, nur bei der Stadtwerke-Tochterfirma für Strom + Gas. Entwarnung. Ausführlicher Hintergrundbericht auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de.
Hintergrundbericht zur Wasserversorgung + zur EnBW
Die Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) ist einer der großen Stromkonzerne in Deutschland und gehörte früher (bevor die Atomkraftwerke stillgelegt wurden) zur sog. „Atommafia“ als Betreiberin der AKWs in Neckarwestheim und Obrigheim. Der Konzern ist (europaweit) mit über 30.000 Beschäftigten auch bei der Gasversorgung, beim Stromtranspart und (inzwischen) bei erneuerbaren Energien aktiv. Wie bei diesen Stromkonzernen üblich, zeichnet sich auch die EnBW durch fragwürdige Geschäftsmethoden und durch rücksichtslose Ausübung ihrer Marktmacht aus. Dies zeigte sich vor 10 Jahren, als die Kommunen des Remstals von Kernen bis Plüderhausen (nach Auslaufen der Konzessionsverträge für Strom und Wasser, ihre Energieversorgung in Form des Remstalwerks in Eigenregie übernehmen wollten. An den jahrelangen Verhandlungen zur Gründung des Remstalwerks war auch Weinstadt bis zur letzten Minute beteiligt. Dann entschied sich unsere Nachbarstadt Knall auf Fall für eine eigenständige Lösung zusammen mit der EnBW. Oder anders gesagt: Weinstadt wurde von der EnBW mit einem lukrativen Angebot „rausgekauft“. Das hat den restlichen Kommunen des Remstalwerks durch das dadurch geteilte Versorgungsgebiet und die dafür notwendigen technischen Investitionen (in Form von Umspannwerken) sehr viel Geld gekostet. Weinstadt hat es sehr viel Geld gebracht.
Sehr viel Geld (und entgangene Gewinne) kosteten auch die Prozesse, die das Remstalwerk führen musste, weil die EnBW die Übergabe des Stromnetzes ans Remstalwerk mit juristischen Winkelzügen um Jahre hinauszögerte. Dasselbe gilt für das Gasnetz, wo die EnBW die Übergabe ebenfalls um Jahre hinauszögerte, um dann im letzten Jahr letzten Endes selbst die Konzession fürs Gasnetz zu erhalten.
Außerdem setzt die EnBW die Spionagesoftware Palantir ein – auch nicht gerade eine Empfehlung.
Nun bestand beim PFB die Befürchtung, dass die EnBW auch beim zukünftigen Wasserverband mit beteiligt sein könnte. Nach einem Telefongespräch mit Herrn Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinstadt, kann dafür Entwarnung gegeben werden. Die Stadtwerke Weinstadt sind ein kommunaler Eigenbetrieb, der zu 100% der Stadt gehört. Sie haben aber eine Tochterfirma, die „Energieversorgung GmbH“, für den Betrieb von Strom- und Gasnetz. Und da ist die EnBW mit einer Sperrminorität von 25,1% dabei.
Wir werden die Entwicklung trotzdem weiterhin aufmerksam verfolgen und an dieser Stelle wieder darüber berichten.

Kommunen am Limit
Diese Woche beklagte sich der Städte- und Gemeindetag massiv darüber, dass die Kommunen finanziell ausbluten, weil der Bund ihnen immer mehr Aufgaben aufs Auge drückt und nicht ausreichend bezahlt. Es gäbe eine einfache Lösung, die unser Plakat von der Demo „Kommunen am Limit“ vom 19.7. in Stuttgart zeigt – bei der leider kein Vertreter eines Kommunalverbandes dabei war, aber viele Menschen aus Pflege + Kindbetreuung: Rüstungsausgaben [180 Mrd bis 2030) runter, Sozialausgaben erhalten.
Siehe Fotoauswahl von der Demo am 19.7.2026 in Stuttgart.


















