Wasserverband Kernen-Weinstadt, EnBW + Kommunen am Limit

PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt 31-2026 vom 30.7.2026

Vor kurzem beschloss der GR, zusammen mit den Stadtwerken Weinstadt einen „Wasserverband Trinkwasserversorgung“ zu gründen. Aufbauend auf dem seit über 100 Jahre existierenden Wasserverband Rom-Endersbach. Das PFB hatte Bedenken, weil bei den Stadtwerken Weinstadt der Energiekonzern EnBW mit 25,1% beteiligt ist. Mit der EnBW und deren Winkelzügen hat Kernen bei der Gründung des Remstalwerks sehr schlechte Erfahrungen gemacht, die uns viel Geld kosteten. Deshalb fragten wir in der letzten GR-Sitzung nach: beim Wasser ist die EnBW nicht beteiligt, nur bei der Stadtwerke-Tochterfirma für Strom + Gas. Entwarnung. Ausführlicher Hintergrundbericht auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de.
Hintergrundbericht zur Wasserversorgung + zur EnBW
Die Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) ist einer der großen Stromkonzerne in Deutschland und gehörte früher (bevor die Atomkraftwerke stillgelegt wurden) zur sog. „Atommafia“ als Betreiberin der AKWs in Neckarwestheim und Obrigheim. Der Konzern ist (europaweit) mit über 30.000 Beschäftigten auch bei der Gasversorgung, beim Stromtranspart und (inzwischen) bei erneuerbaren Energien aktiv. Wie bei diesen Stromkonzernen üblich, zeichnet sich auch die EnBW durch fragwürdige Geschäftsmethoden und durch rücksichtslose Ausübung ihrer Marktmacht aus. Dies zeigte sich vor 10 Jahren, als die Kommunen des Remstals von Kernen bis Plüderhausen (nach Auslaufen der Konzessionsverträge für Strom und Wasser, ihre Energieversorgung in Form des Remstalwerks in Eigenregie übernehmen wollten. An den jahrelangen Verhandlungen zur Gründung des Remstalwerks war auch Weinstadt bis zur letzten Minute beteiligt. Dann entschied sich unsere Nachbarstadt Knall auf Fall für eine eigenständige Lösung zusammen mit der EnBW. Oder anders gesagt: Weinstadt wurde von der EnBW mit einem lukrativen Angebot „rausgekauft“. Das hat den restlichen Kommunen des Remstalwerks durch das dadurch geteilte Versorgungsgebiet und die dafür notwendigen technischen Investitionen (in Form von Umspannwerken) sehr viel Geld gekostet. Weinstadt hat es sehr viel Geld gebracht.
Sehr viel Geld (und entgangene Gewinne) kosteten auch die Prozesse, die das Remstalwerk führen musste, weil die EnBW die Übergabe des Stromnetzes ans Remstalwerk mit juristischen Winkelzügen um Jahre hinauszögerte. Dasselbe gilt für das Gasnetz, wo die EnBW die Übergabe ebenfalls um Jahre hinauszögerte, um dann im letzten Jahr letzten Endes selbst die Konzession fürs Gasnetz zu erhalten.
Außerdem setzt die EnBW die Spionagesoftware Palantir ein – auch nicht gerade eine Empfehlung.

Nun bestand beim PFB die Befürchtung, dass die EnBW auch beim zukünftigen Wasserverband mit beteiligt sein könnte. Nach einem Telefongespräch mit Herrn Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinstadt, kann dafür Entwarnung gegeben werden. Die Stadtwerke Weinstadt sind ein kommunaler Eigenbetrieb, der zu 100% der Stadt gehört. Sie haben aber eine Tochterfirma, die „Energieversorgung GmbH“, für den Betrieb von Strom- und Gasnetz. Und da ist die EnBW mit einer Sperrminorität von 25,1% dabei.
Wir werden die Entwicklung trotzdem weiterhin aufmerksam verfolgen und an dieser Stelle wieder darüber berichten.

Schüttungsrohr Fallenhauquelle in Schnait, Juli 2025, Foto PFB

Kommunen am Limit
Diese Woche beklagte sich der Städte- und Gemeindetag massiv darüber, dass die Kommunen finanziell ausbluten, weil der Bund ihnen immer mehr Aufgaben aufs Auge drückt und nicht ausreichend bezahlt. Es gäbe eine einfache Lösung, die unser Plakat von der Demo „Kommunen am Limit“ vom 19.7. in Stuttgart zeigt – bei der leider kein Vertreter eines Kommunalverbandes dabei war, aber viele Menschen aus Pflege + Kindbetreuung: Rüstungsausgaben [180 Mrd bis 2030) runter, Sozialausgaben erhalten.
Siehe Fotoauswahl von der Demo am 19.7.2026 in Stuttgart.

Plakat Demo 19.7.26, Foto PfB
Plakat Demo 19.7.26, Foto PFB
Streikende Frauen im Einzelhandel, Demo 19.7.26, Foto PFB

Tausende bei bunter Demo „Kommunen am Limit“ am 18. Juli in Stuttgart

PFB Gemeinderat für Mitteilungsblatt Kernen 30-2026 vom 23. Juli 2026

Wie Dutzende anderer Organisationen rief auch das PFB zur Demonstration „Kommunen am Limit“ auf, die am vergangenen Samstag, 18. Juli vor dem Finanzministerium in Stuttgart stattfand. Mit uns waren mehrere Tausend TeilnehmerInnen gekommen, viele junge Leute, die gegen die Spar- und Kürzungsvorhaben der Bundesregierung bei der gesetzlichen Krankenversicherung, den Renten, der Pflege, der Kultur oder bei sozialen Leistungen protestierten. Vielfach war auch die Forderung zu sehen, Geld in Ausbau und Erhalt des Sozialstaates zu stecken statt in die Rüstung. (Siehe Foto). Schade, dass der Städte- und Gemeindetag, der in letzter Zeit öfters die Unterfinanzierung der Kommunen beklagte, nicht mit zur Demo aufrief.

Hans Peter Ruff, PFB Gemeinderat
Untenstehend fotographische Eindrücke von der Demo:

Demo „Kommunen am Limit“, Stgt, 19.7.2026, Foto PFB
Demo „Kommunen am Limit“, 19.7.2026, Sgt, Foto PFB
Streikende Frauen aus dem Einzelhandel, Demo Sgt, 19.7.2026, Foto PFB
Demo Stuttgart, 19.7.2026, Foto PFB
Rüstung runter, 19.7.2026, Foto PFB
Demo Stuttgart, 19.7.2026, Foto PFB

Nochmal Erscheinungsbild Mitteilungsblatt

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt Nr. 30-2026 vom 23.7.2026

Verschiedentlich hatten wir an dieser Stelle über Reaktionen aus der Bevölkerung berichtet, die uns zum neuen Erscheinungsbild (auf neudeutsch: Lay Out) des Mitteilungblattes erreichten. Weit überwiegend waren die Rückmeldungen kritisch bis ablehnend, vor allem bezüglich der Umstellung von 2 auf 3 Spalten pro Seite.

Stellvertretend veröffentlichen wir Auszüge aus 3 Briefen, die uns von einem Mann aus Rom erreichten. (Name der Redaktion bekannt). Er schreibt u.a.: „Das neue 3-spaltige Erscheinungsbild ist schwieriger zu lesen und verleitet dazu, die 3. Spalte erst gar nicht zu lesen. Dort, wo man den Leser mehr schätzt – in der Werbung – wurde das 2-spaltige Raster beibehalten.

Was ich als unzumutbar empfinde ist die Platzierung der „Wichtigen Rufnummern“ auf einer beliebigen Seite. Diese gehören auf S. 2.

Auch das Suchen nach dem Impressum ist jedesmal ärgerlich. Auch hier bietet sich ergänzend eine 2-spaltige Seite 2 an. Bliebe noch Platz für Rathaus-Öffnungszeiten und Bürgermeister-Sprechstunden.

Traurig, dass sich nach den vielen Zuschriften der Mitbürger, wohl nicht nur an das PFB, im Gemeinderat keine Mehrheit für das alte Erscheinungsbild findet.

Eine Katastrophe ist die Gestaltung des heutigen MB (Nr. 29) mit Belanglosigkeiten und bunten Bildern. Das hatten wir schon besser.“

Wir haben die Briefe dieses Lesers an alle Gemeinderäte und an das Rathaus weitergeleitet.

Nachbemerkung zum Beitrag über das neue Erscheinungsbild des Mitteilungsblattes
Eine ganze andere Sicht der Dinge hat Bernhard Thalacker aus Stetten, der uns in einer Email folgendes geschrieben hat:

Fakt 1: Neues ist immer gewöhnungsbedürftig!

Fakt 2: Unser ganzes Leben besteht aus Veränderungen!

Fakt 3: Die Schriftgröße ist identisch mit meiner Tageszeitung!

Fakt 4: Ja, die Bildgröße ist bei Querformat kleiner, man kann aber auf Hochformatbilder ausweichen – oder Platz kostenpflichtig dazukaufen.

Fakt 5: Dreispaltig ist wesentlich leichter zu lesen als zweispaltig. Grund ist die leichtere Erfassung der ganzen Zeile.

Fakt 6: Ich bin über 40 Jahre in Druckerei und Druckvorstufe aktiv gewesen und verstehe was davon, habe häufig genug mit Kunden und deren Aufträgen zu tun gehabt.

Fakt 6: In einem halben Jahr haben sich die meisten angepasst, außer notorische Nörgler und Besserwisser.

Mit freundlichen Grüßen Bernhard Thalacker

Mit Künstlicher Intelligenz in eine tolle Zukunft? (3)

PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen Nr. 29-2026 vom 16.7.2026

Vorletzte Woche starteten wir mit unseren Überlegungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (abgekürzt: KI, manchmal auch AI, von englisch „Artificial Intelligence“), die sich, erst 2022 „erfunden“, rasant weiterverbreitet. Wir brachten das Beispiel unserer Beiträge für das Mitteilungsblatt, die von KI kontrolliert werden. Und wo die KI gelegentlich „halluziniert“, also Sätze erfindet (und beanstandet), die wir gar nicht geschrieben haben. Das Gefährliche daran ist, dass die von der KI „erfundenen“ Resultate den anderen Resultaten täuschend ähnlich sehen und nicht sofort als falsch erkannt werden.

Heben wir das Ganze auf eine höhere Ebene, stellt sich die Frage, wo überall KI inzwischen eingesetzt wird? Wir werden dazu im Rahmen der Haushaltsberatungen einen Antrag stellen, wo KI in der Gemeinde inzwischen überall verwendet wird. 
Wenn wir bedenken, wieviele Menschen + Institutionen sie nutzen, gibt es weitere Gefahren: KI wird als Treiberin von psychischen Störungen angesehen, führt zu Jobverlust und wachsender Ungleichheit und wird z.B. in Form der Palantir-Software von unserer Polizei zur Überwachung eingesetzt. KI dient mehr und mehr zur Kriegführung ohne Soldaten und nicht zuletzt besteht ein Denkmodell (daran wird schon gearbeitet), dass die KI eine sogenannte Superintelligenz entwickelt, die dann außer Kontrolle gerät und die Menschheit auslöschen könnte. Von den 4 marktbeherrschenden Firmen werden dieses Jahr 700 Mrd Dollar in Rechenzentren investiert – ohne parlamentarische Kontrolle, ohne internationale Verträge, ohne irgendeinen Einfluss für uns BürgerInnen.
Also jede Menge Anlässe für Besorgnis.

Beantwortung einer Frage an die Künstliche Intelligenz (KI) von ChatGPT, die Funktionsweise des Wikipedia Online Lexikons zu veranschaulichen. Foto von wikipedia.org, gemeinfrei

Mit Künstlicher Intelligenz in eine tolle Zukunft? (2)

PFB WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 28-2026 vom 9. Juli 2026
Letzte Woche starteten wir mit unseren Überlegungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (abgekürzt: KI, manchmal auch AI, von englisch „Artificial Intelligence“), die sich, erst 2022 „erfunden“, rasant weiterverbreitet. Das meist benutzte System ist ChatGPT (von englisch „chat“ = sich unterhalten), mit dem die NutzerInnen über Textnachrichten oder Bilder ähnlich wie mit einem Menschen in Verbindung treten können. Es kann Bedienungsanleitungen oder Artikel schreiben oder alle Fragen dieser Welt beantworten, für die wir früher ein dickes Lexikon brauchten. Die NutzerInnen sind begeistert. 
KI hat aber auch viele problematische Seiten. Damit es funktioniert, müssen riesige Rechenzentren gebaut werden. Diese verbrauchen enorm viel Strom und Wasser (zur Kühlung). KI verleiht den wenigen Konzernen, die sie anbieten, eine enorme wirtschaftliche + politische Macht. 
Auch auf dem Rathaus wird KI eingesetzt. Z.B. für die Erstellung von Niederschriften von Gemeinderatssitzungen. Und zur Kontrolle von Artikeln für Mitteilungsblatts, ob diese mit dem Redaktionsstatut übereinstimmen. Die Einreicher erhalten dann ein von der KI erstelltes Schreiben, was beanstandet wird. Vor 14 Tagen passierte etwas Merkwürdiges: die KI bemängelte einen Satz, den wir gar nicht geschrieben hatten. Sie hat, wie es in der Fachsprache heisst, „halluziniert“. Das ist, wie wenn Sie etwas hören, obwohl niemand spricht. Wie das online-Lexikon wikipedia schreibt, kommt dies immer öfter vor und ist eine große Gefahr. Den Hintergrund zum beanstandeten Artikel und die „Halluzination“ finden Sie auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de. (Forts. folgt)

Beantwortung einer Frage an die Künstliche Intelligenz (KI) von ChatGPT, die Funktionsweise des Wikipedia Online Lexikons zu veranschaulichen. Foto von wikipedia.org, gemeinfrei

DIe KI-Halluzination und ihr Hintergrund – ein ausführlicher Bericht

Für alle, die sich für den Hintergrund der oben kurz erwähnten KI-Halluzination interessierten, hier die Entstehungs- bzw. Vorgeschichte:
Für das Mitteilungsblatt Nr. 26-2026 (und nochmal wiederholt für das Mitteilungsblatt Nr. 27-2026 – siehe den untenstehenden Screenshot) hat unser PFB-Gemeinderat Hans-Peter Ruff den folgenden Artikel „Nein, es war kein Tribunal“ geschrieben. Darin kritisierte er das Abstimmungsverhalten seiner GR-KollegInnen im Verwaltungsausschuss, als dort die Zuschussanträge der beiden Vereine K21 Kernen + David-Pfeffer-Geschichtswerkstatt mit großer Mehrheit abgelehnt wurden. [Nur Hape Ruff vom PFB und Mathias Kramer von der OGL stimmten dafür]. Eine ausführliche Darstellung des ganzen Vorgangs finden Sie übrigens auf der Webseite www.kernen21.de.

In einer Email der Gemeindeverwaltung an Hape Ruff wurde der Nicht-Abdruck des Beitrags mit folgender Begründung abgelehnt:

Sehr geehrter Herr Ruff,
vielen Dank für Ihre Einsendung. Ihr Beitrag liegt in einem Bereich, der eine redaktionelle Einzelfallentscheidung erfordert. Damit wir eine faire Lösung finden, bitten wir um eine kurze Stellungnahme und um eine überarbeitete Fassung.

Im Hinblick auf die inhaltliche Ausrichtung ist für Beiträge politischer Akteure nach Abschnitt 5.1 maßgeblich, dass „eigene Ziele“ erkennbar sind. In Ihrem Text ist zwar eine grundsätzliche Haltung zugunsten von Vereinen und gegen bürokratische Hürden erkennbar, der Schwerpunkt liegt aber über weite Strecken auf der Kritik am Verhalten anderer Gremienmitglieder und auf der Bewertung eines konkreten Vorgangs. Damit stellt sich die Frage, ob die eigenen politischen Ziele Ihrer Partei im Beitrag ausreichend klar und vorrangig dargestellt sind oder ob diese noch deutlicher herausgearbeitet werden sollten.

Daneben gilt nach Abschnitt 3.8 für alle Beiträge der Maßstab „Toleranz, Sachlichkeit, Fairness“. Problematisch erscheinen hierbei insbesondere Formulierungen wie „werden ihnen seit Jahren bürokratische Probleme gemacht“, weil diese einen pauschalen Vorwurf enthalten, ohne ihn im Text näher einzuordnen. Auch die Passage „wie man hört, im Verwaltungsausschuss emotional diskutiert“ ist in dieser Form grenzwertig, weil sie eine zugespitzte Bewertung eines Sitzungsverlaufs enthält, ohne dass die Aussage im Beitrag weiter belegt oder präzisiert wird.

Besonders kritisch ist im Rahmen von Abschnitt 5.1 die Kommentierung anderer. Dort ist als Maßstab vorgegeben, dass die Kommentierung anderer nur in zulässiger Form erfolgen darf. Die Formulierung „Was steckt hinter der Haltung genau dieser Kommunalpolitiker? Neid, fehlende Einsicht oder Ideologie?“ geht aus redaktioneller Sicht über eine sachliche politische Auseinandersetzung hinaus, weil hier einzelnen Beteiligten negative Motive zugeschrieben werden. Auch der Satz „Nicht nur, dass diese Gemeinderäte immer wieder öffentlich fordern, dass Vereine unterstützt werden“ wirkt in Verbindung mit der folgenden Zuspitzung deutlich personenbezogen und anklagend.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Ihre Rückmeldung, ob Sie eine überarbeitete Fassung einreichen möchten, in der die eigenen politischen Ziele stärker in den Vordergrund gestellt und die genannten Formulierungen sachlicher gefasst oder gestrichen werden. Hilfreich wäre insbesondere eine Fassung, die den politischen Standpunkt Ihrer Partei zur Vereinsförderung, zu Entscheidungsverfahren und zu den angesprochenen Themen erläutert, ohne anderen Beteiligten Motive zu unterstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Redaktion Mitteilungsblatt
Gemeindeverwaltung Kernen im Remstal

Diese Begründungen bzw. die daraus folgenden Schreiben an die Verfasser werden in der Regel von der Künstlichen Intellegenz (KI) erstellt, die die Gemeindeverwaltung zur Kontrolle aller Beiträge für das Mitteilungsblatt einsetzt.
Leider ist es so, dass die KI oft sehr undurchsichtige und nicht nachvollziehbare Begründungen „erfindet“. So wie in diesem Fall den Satz Formulierungen wie „werden ihnen seit Jahren bürokratische Probleme gemacht“. Dieser Satz stand n i c h t im Beitrag. In der Fachsprache werden diese Art von Erfindungen als KI-Halluzinationen bezeichnet.
Merkwürdig auch die Begründung, dass Gemeinderäten keine negativen Motive zugeschrieben werden dürfen.
In der GR-Sitzung vom 25. Juni 2026 hat deshalb der Vorsitzende der PFB-WählerInnenvereinigung, Ebbe Kögel, in der Fragestunde für die EinwohnerInnen nachgefragt, wie diese KI-Halluzination zustande gekommen ist.
Eine Antwort darauf hat er nicht erhalten, der eingereichte Beitrag von Gemeinderat Ruff wurde nicht abgedruckt.

Mit Künstlicher Intelligenz in eine tolle Zukunft? (1)

PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 27-2026 vom 2.7.2026

Mit Künstlicher Intelligenz in eine tolle Zukunft? (1)
Allüberall werden uns die Vorteile der Künstlichen Intelligenz (abgekürzt: KI) gepriesen. Was ist KI? Meistens wird darunter ein textgebundenes Dialogsystem verstanden, dass uns – auf dem Computer oder dem Handy – in Verbindung bringt mit einem sog. „Chatbot“ (von engl. „chat = plaudern), den wir zu Alltagsproblemen befragen können (z.B. wieviel Porto kostet ein Standardbrief?), der uns aber auch ganze Artikel oder wissenschaftlich-politische Abhandlungen schreiben kann – zu allen nur denkbaren Themen. (Von SchülerInnen gerne für die Erstellung von Hausarbeiten benutzt). Auch auf dem Kernener Rathaus wird KI immer häufiger verwendet.
Wer es mal benutzt hat, ist in der Regel begeistert. KI hat allerdings auch sehr viele problematische Seiten. (Forts. folgt)
Europäische Friedenswanderung in Kernen
Das PFB unterstützt die örtliche Initiative „Aufbruch zum Frieden“. Diese Ini begleitete letzte Woche für einen Tag den „European Peace Walk“ von Kernen nach Esslingen. (Siehe Foto vom Dichterblick). Die Friedens-Wanderung startete am 31. Januar 2026 in Finisterre (Spanien) und soll im Juni 2027 in Jerusalem ankommen. Siehe peacewalk.info (nur Englisch). Nächste Sitzung von „Aufbruch zum Frieden“: Mittwoch, 8.7., 19 Uhr, Begegnungsstätte Stetten. Kontakt: Susanne Häberle, Tel. 0162.8529 070

Die TeilnehmerInnen der Europäischen Friedenswanderung am Stettener Dichterblick, 19.6.2026, Foto Susanne Häberle

Corona: wo bleibt die Aufarbeitung? Freitag, 26. Juni 2026, 19 Uhr, „Burgstüble“, Am Sportplatz 4, Stetten. Lesung Gerald Grüneklee: „Corona – Virus essen Seele auf“

Hinweis: Untenstehend finden Sie (ebenfalls auf der Webseite www.allmende-stetten.de unter „Rückblick auf Veranstaltungen“) eine Präsentation (Power Point) über den Einführungsvortrag von Ebbe Kögel über das damalige örtliche Corona-Geschehen. Dieser war am 26.6. wegen technischer Probleme nur eingeschränkt zu sehen.

Am 11.3.2020 begann die Zeit der Corona-Pandemie. Sie hatte massive Auswirkungen auf politischer, gesundheitlicher, psychischer wie auch volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Grundrechte wurden massiv eingeschränkt, viele Menschen haben langandauernde gesundheitliche Beeinträchtigungen (durch Virus selbst oder Impfungen), psychische Erkrankungen haben massiv zugenommen, Existenzen wurden durch die Lockdowns zerstört. Spaltungen – privat wie auf gesellschaftlich-kommunaler Ebene – sind nach wie vor spürbar.
Obwohl das Ende der Pandemie erst 3 Jahre her ist, ist unsere Dorfgesellschaft zur „Normalität“ zurückgekehrt. Es wird so getan, als ob nie etwas gewesen wäre. Über das damalige lokale Geschehen gibt es eine Einführung von Ebbe Kögel.
Der Referent Gerald Grüneklee ist Buchantiquar („Der Ziegelbrenner“), Publizist und Sozialpädagoge und hat 2026 sein Corona-Buch veröffentlicht, das sich kritisch mit der Zeit der Pandemie und ihren Auswirkungen (national + international) befasst sowie mit der nicht stattfindenden Aufarbeitung.
Dabei böten nicht zuletzt die jetzt zugänglichen und ungeschwärzten Protokolle des Robert-Koch-Instituts (RKI) viele Ansatzpunkte für eine Kritik der Corona-Maßnahmen und die überfällige Aufarbeitung. Festzuhalten ist: man hätte es wissen und besser machen können. Wenn man gewollt hätte.
Das Buch analysiert das gesellschaftlich-politische Klima der Pandemiejahre und fragt, was zu lernen und aufzuarbeiten wäre. Dabei geht es neben der Kritik am exklusiven Expertenwesen und am vorherrschenden Impf-Fanatismus auch um Kritik an der Rolle der Medien und ihrer „Faktenchecks“.
Und es geht um die Folgen der Pandemie nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche.
Der Autor zeigt auch zahlreiche politische Querverbindungen auf, denn die Pandemie-Politik hat auch jede Menge mit Kapitalismus, den neuesten Kriegen und dem Erstarken rechter Bewegungen zu tun. Und umgekehrt.
Eine Einladung zu Diskusson an jene, die sich gegen bio-politische Machtanmaßungen, autoritäre Verhältnisse und die neue Kriegstüchtigkeit einsetzen.
Weitere Bücher von Gerald Grüneklee: „Corona und die Demokratie – eine linke Kritik“ (2020), „Wider den Impfzwang“ (2022), „Nie wieder Krieg – Deutschland und die Ukraine“ (2022) und „Nur Lumpen werden überleben – Die Ukraine, der Krieg und die antimilitaristsiche Perspektive (2024).
Er war bereits im Oktober 2022 bei der Allmende zu Gast, mit dem Vortrag „Kein Krieg mehr ohne uns“.
Eine Veranstaltung der Allmende Stetten in Zusammenarbeit mit dem PFB.
Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Buchumschlag Virus essen Seele auf

Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang (2)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 25-2026 vom 18.6.2026

Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich das PFB mit den Gefahren und Risiken der Digitalisierung. Z.B. 2018, als es im GR um die Digitalisierung unserer Grundschulen ging. (Siehe MB 32, 40-42/2018). Eine Kindheit ohne PC und mit mehr Lebensnähe wären wichtiger wie digitale Geräte. In den MBs 06-08/2019 beschrieben wir die Gefahren der neuen Funktechnik und wandten uns gegen den massiven Ausbau des 5G-Netzes. Jeweils erfolglos. Viele unserer Bedenken wurden inzwischen allerdings bestätigt. 

Nach wie vor ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass es für Menschen, die nicht können oder nicht wollen, ein „Recht auf ein analoges Leben“ geben muss. Egal, ob beim Umgang mit Behörden, Bankgeschäften oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Genauso wichtig ist es, dass Bargeld und die Möglichkeit der Barzahlung erhalten bleibt. Wir verwiesen auf das badische Ettenheim (siehe https://ettenheim.life), wo es inzwischen 2 Bürgerbegehren gibt: eines (erfolgreich) gegen die ausschließlich digitale Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen. Und ein zweites, genannt „Zahlungsvielfalt + Bürgernähe“ (am 26.5. eingereicht) für die weitere Nutzung des Kontaktes (mit dem Rathaus) auf Papier + zur Nutzung von Bargeld als Zahlungsmittel. Wenn das entschieden ist, laden wir die Initiative mal zu einer Veranstaltung ein.

Judith Scheytt auf youtube
Am 22.5. war die Beutelsbacher Klimagerechtigkeitsaktivistin in der Glocke, bei einer Veranstaltung mit der Allmende. Sie kann auf youtube.com angeguckt werden, Stichwort „Allmende Stetten“.

Lesung „Corona – Virus essen Seele auf“
Fr, 26.6. 19 Uhr, „Burgstüble“. Aufarbeitung der Corona-Zeit. Mehr unter pfb-kernen.de

Nicht bestelltes Digitalisierungspaket. Karikatur von Webseite ettenheim.life

Prov. Lebenswege mit Judith Scheytt auf youtube zum Nachschauen

Die Veranstaltung mit der Beutelsbacher Klimagerechtigkeitsaktivistin Judith Scheytt am 22. Mai 2026 in der Glockenkelter in Stetten haben wir aufgezeichnet und ins Netz gestellt.
Sie kann unter folgendem Link abgerufen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=k6mClxhtzCw&t=185s
Oder in die Suchfunktion von youtube „Allmende Stetten“ bzw. „Provinzielle Lebenswege: Judith Scheytt“ eingeben.
Ein beeindruckender Abend mit einer beeindruckenden Frau.

Ebbe Kögel + Judith Scheytt, 22.5.2026, Glockenkelter Stetten. Foto Allmende

2 Veranstaltungen zum „Krieg im Osten“

PFB WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 24-2026 vom 11.06.2026
Am Dienstag, 17. Juni um 19 Uhr (Glockenkelter), in Zusammenarbeit mit der Allmende (siehe auch www.allmende-stetten.de) Vortrag von Reinhard Lauterbach: „Gewinnt die Ukraine den (Drohnen-)Krieg + gibt es Chancen auf eine Friedenslösung?
Wer dieser Tage unsere Massenmedien verfolgt, könnte den Eindruck gewinnen, die Ukraine könne jetzt dank ihrer Drohnen den Krieg gewinnen. Auf der anderen Seite verstärkt die russische Armee ihre massiven Bombardements auf ukrainische Städte und Infrastruktur.
Was bedeutet das für uns in Kernen? Ist der Krieg tatsächlich weit weg? Gibt es eine realistische Chance auf Frieden oder einen Waffenstillstand? Welche Auswirkungen hat eine weitere Eskalation auf die bei uns lebenden ukrainischen Flüchtlinge?.  Am Folgetag, Mittwoch, 18. Juni (19 Uhr, Glocke) spricht derselbe Referent über das historisch-politische Thema „Der 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22.6.1941“. An diesem Tag startete das „Unternehmen Barbarossa“ der Wehrmacht (im Volksmund „Russenfeldzug“ genannt) gegen Hitlers strategischen Hauptfeind, die Sowjetunion. Das Ende war furchtbar: Die Sowjetunion hatte 27 Mio Tote zu beklagen, davon 14 Mio ZivilistInnen. 3 Mio sowjetische Kriegsgefangene starben in deutschen Lagern. Auf deutscher Seite starben knapp 4 Mio Wehrmachtssoldaten, darunter fast 150 aus Stetten. An sie erinnert Heimatforscher Ebbe Kögel in einem Einführungsvortrag. (Siehe auch Beitrag der Geschichtswerkstatt in diesem MB).
Der gelernte Historiker und Slawist Reinhard Lauterbach, der in Polen lebt, berichtet als Osteuropakorrespondent seit vielen Jahrzehnten über Polen, Ukraine + Russland.


Stettener Gefallene + Vermisste des 2. Weltkriegs – Namen über Namen. Foto Allmende
„Vermisst in Russland“. Grabstein Karl Konzmann, Alter Friedhof Stetten, Foto Moni Geier