Global denken – lokal handeln. Lokal denken – global handeln: Unsere Verantwortung für die Zerstörung Gazas und das Leiden seiner Bevölkerung – Gespräch + Benefizkonzert am 22. + 23. Mai 2026, 19 Uhr, Glockenkelter

Global denken – lokal handeln. Lokal denken – global handeln: So steht es im Grundsatzprogramm des Parteifreien Bündnisses PFB, mit dem wir erstmals 2014 zur Gemeinderatswahl angetreten sind. Diesen Grundsätzen fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet.
Deshalb unterstützen wir das Benefizkonzert der Allmende für die Hilfsorganisation medico international und deren Arbeit für die notleidende Bevölkerung in Gaza und im Westjordanland. Es findet am Pfingst-Samstag, 23. Mai 2026 um 19 Uhr in der Glockenkelter Stetten statt.
Es spielen die Musiker Simon-Elias Krennerich aus Strümpfelbach an der Harfe, Andreas Krennerich Saxophon und Daniel Kartmann Schlagzeug.
Daniel Kartmann gehörte übrigens zu den Schwerverletzten durch den brutalen Wasserwerfereinsatz gegen S21-DemonstrantInnen, den sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ am 30.09.2010 im Schlosspark. 15 Jahre später hat der SWR einen Bericht über diesen Einsatz und über Daniel Kartmann gebracht, als dieser bei der 775. Montagsdemo eine Rede hielt, um an dieses traumatische Erlebnis zu erinnern.
Hier der Link zum SWR-Beitrag: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/s21-opfer-daniel-kartmann-100.html
Im Grundsatzprogramm von medico heisst es: „Gemeinsam streiten wir für eine gerechte Gesellschaft und ein Leben in Würde, frei von Armut und in bestmöglicher Gesundheit – für alle, überall“.
Deshalb rufen wir dazu auf, zahlreich zu diesem Benefiz-Konzert zu kommen und für die medico-Arbeit zu spenden.
Eintritt frei, großzügige Spenden sind erwünscht.
Eine Veranstaltung der Allmende Stetten mit dem Parteifreien Bündnis PFB.
Hinweis: Die Veranstaltung wird so rechtzeitig beendet sein, dass Interessierte am DFB-Pokalfinale zumindest noch die 2. Halbzeit angucken können.

Der vollständige Zerstörung Gazas und die Lage der Bevölkerung dort ist auch Thema des Gespräches mit der Klimagerechtigkeitsaktivistin + Internationalistin Judith Scheytt aus Beutelsbach (im Rahmen der „Provinziellen Lebenswege“ der Allmende) am Freitag, 22. Mai 2026, 19 Uhr in der Glockenkelter.

Siehe dazu auch die Ankündigungen auf der Webseite www.allmende-stetten.de

Zehntausende getötete, verstümmelte und hungernde Kinder in Gaza.
2024 – 2025 – 2026
Und Deutschland liefert die Waffen dafür
(Foto PFB)
… und die Welt schaut zu. Bundeskanzler Merz ist der Meinung, dass Israel „für uns die Drecksarbeit erledigt“. Foto PFB

Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt (2)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 20-2026 vom 14.5.2026, Mitteilungsblatt2

Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt (2)
Auf unseren Aufruf von letzter Woche wegen des neuen Erscheinungsbildes des Mitteilungsblatt haben wir ein halbes Dutzend Zuschriften erhalten. Dafür danken wir. Alle, die schrieben, tun sich schwer vor allem mit den kleinen Fotos und mit der Unruhe beim Lesen, die durch das dreispaltige Format verursacht wird. Von Seiten der Pressestelle erhielten wir die Mitteilung, dass das Rathaus sehr viele positive Rückmeldungen bekomme und – außer kleinen Korrekturen – kein Anlass für Änderungen sehe. Was meinen Sie? Bitte Email an info@pfb-kernen.de.

Aktionstag gegen Wehrpflicht am 8.5.
Das PFB unterstützte den 3. Aktionstag gegen die neue Wehrpflicht, der am 8.5. (Jahrestag Befreiung Deutschlands von NS-Diktatur 1945) mit fast 1.500 TeilnehmerInnen in ganz Baden-Württemberg stattfand. Darunter 350 in Stuttgart. Die Losung der jungen Demonstrierenden: „Nie wieder Wehrpflicht! Nie wieder Krieg!“

European Peace Project
Am vergangenen Samstag beteiligten wir uns – wie 2025 in Stetten – auf dem Römer Marktplatz an der Aktion der Initiative „Aufbruch zum Frieden“, die gleichzeitig an Hunderten von Orten in ganz Europa stattfand. Siehe Foto. Das dort verlesene Friedensmanifest steht auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de

Ebbe Kögel

Alt und Neu im Vergleich:

Mitteilungsblatt 15-2026: zweispaltig
Mitteilungsblatt 16-2026: dreispaltig
Was ist besser zu lesen?

Europäisches Friedensprojekt – European Peace Project

Wie schon im letzten Jahr beteiligte sich die hiesige Initiative „Aufbruch zum Frieden“ an den europaweiten Aktionen zum „European Peace Project“, dieses Mal auf dem Marktplatz in Rommelshausen. (Siehe Foto).
Bei dieser Kundgebung wurde der folgende Text verlesen (einheitlich in ganz Europa):

European Peace Project 2026  –  Manifest
Heute, am 9. Mai 2026 – mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, erneut unsere Stimmen! Wir verfolgen mit Sorge, dass die meisten europäischen Regierungen und die EU seit unserer Ausrufung im letzten Jahr den Weg der Diplomatie mit Russland zur Beendigung des NATO-Stellvertreterkrieges in der Ukraine immer noch nicht einschlagen wollen. Wir sind entsetzt, dass ein Krieg, der militärisch längst entschieden ist und der schon zu vielen Menschen auf beiden Seiten der Front das Leben gekostet hat, weiter verlängert wird, in dem wahnwitzigen Versuch, Russland zu „ruinieren“ oder Zeit für den augenblicklichen Poker um die Neuaufteilung der Welt zu schinden. Wir betrauern die größer werdenden Soldatengräber dieses sinnlosen Krieges in der Ukraine, der Europa heute zerfurcht, und erinnern laut: Europa muss einstehen für: Nie wieder Krieg!

Mit Fassungslosigkeit haben wir verfolgt, dass die EU, die sich stets ihrer Rechtsstaatlichkeit rühmt, ernsthaft die völkerrechtswidrige Konfiszierung russischer Vermögen in Europa erwogen hat. Wir sind alarmiert, dass die EU inzwischen unbescholtenen Bürgern, kritischen Buchautoren und Journalisten die Bürgerrechte entzieht, auf extra-legale Sanktionslisten setzt und damit Rechtsstaat und Meinungsfreiheit in Europa auf unerträgliche Weise schädigt! Wir schütteln den Kopf über unsere Regierungen, Parlamente und neuerdings Gerichte, die nunmehr offiziell, aber gegen jede Evidenz die Sprengung der North Stream Pipeline ukrainischen Tätern zurechnen, weil niemand in der Bundesregierung, in Deutschland oder anderen Ortens in Europa den Mumm hat, die USA als Drahtzieher dieses Terroranschlages zu benennen. Wir sind irritiert, dass der gesamte EU-Beamtenapparat, in Verbindung mit den EU-Mitgliedsstaaten es bisher nicht geschafft hat, der neuen US-Sicherheitsstrategie eine geeinte, tragfähige und zukunftsweisende europäische Antwort entgegenzusetzen. Schluss mit der Unterwürfigkeit der EU, sowie der europäischen Regierungen gegenüber den USA, welche internationales Recht in Venezuela oder Iran mit Füßen tritt und Europa verhöhnt. Die sogenannte westliche Weltordnung ist an ihren eigenen Doppelstandards zerbrochen. Wir brauchen ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das seine ureigenen Interessen formuliert und eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt. Gemeinsam mit den BRICS-Staaten muss Europa das Völkerrecht und die UN-Charta stärken und eine Brücke zwischen Ost und West bilden!

Wir, die Bürger Europas, nehmen darum unsere Geschicke und unsere Geschichte selbst in die Hand. Wir haben mit portugiesischen Freunden eine European Citizens Conference for Peace ins Leben gerufen. Wir treten für eine neue Europäische Sicherheitsarchitektur mit Russland ein. Wir strecken den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand aus. Ihr gehört zur europäischen Familie!

Wir, die Bürger Europas, erklären hiermit: Wir sind nicht im Krieg, weder mit Russland noch mit irgendjemandem sonst! Wir machen bei den zunehmend absurden Kriegsspielen nicht mit und wir werden jeden Tag mehr! Wir machen aus unseren Männern und Söhnen keine Soldaten, aus unseren Töchtern keine Schwestern im Lazarett und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder. Wir werden nicht zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert werden und das schöne Europa sich selbst stranguliert!

Es lebe Europa, es lebe der Friede, es lebe die Freiheit

Soweit das EPP-Manifest. Es wurde schon vor einiger Zeit verfasst, damit es verbreitet und in möglichst viele europäische Sprachen übersetzt werden konnte. Wenn Ihr auf die Website geht werdet Ihr erstaunt sein, wie viele Sprachen und selbstständige Dialekte es gibt.

Daher gibt es noch das folgende
Supplement [Ergänzung] zu Iran für das Manifest 2026

Als Bürgerinnen und Bürger Europas äußern wir uns an diesem 9. Mai 2026 auch zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran von Anfang März, der sich derzeit zu einem Flächenbrand im Nahen Osten ausweitet: es macht uns fassungslos, mit welcher Willkür die USA und Israel inzwischen Kriege lostreten: grundlos, ohne akute Bedrohung und Anlass – wie das Pentagon selbst zugegeben hat – und mitten in Verhandlungen! Das Völkerrecht wird vor allem von dem Land, das sich rühmt, die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein, mit Füßen getreten! Das war und ist schon bei Gaza so und jetzt wird dieser Schrecken auf den gesamten Nahen Osten ausgedehnt.

Ebenso fassungslos macht uns die Heuchlerei und die unbeschreibliche Doppelmoral der westlichen Presse, für die offenbar jedes von Israel oder den USA verübte Unrecht sakrosankt ist und sich der Kritik entzieht, ganz als ob Israel und die USA über dem Völkerrecht stünden.

Ganz offen spricht Bundeskanzler Friedrich Merz davon, dass das Völkerrecht für den Iran nicht gelte. Exil-Iraner, die de facto die Savak-Junta des ehemaligen Schahs sind, werden als iranische Freiheitskämpfer vor die Kameras gezerrt und man muss ausländische Sender verfolgen, um zu erfahren, dass es in Iran nur vordergründig um Demokratie oder Frauenrechte geht, sondern dass Reza Palavi den USA eine Trillion Dollar angeboten hat, wenn sie ihn als Regenten in Iran einsetzen. Wie erbärmlich, hierüber in Europa den Mantel des Schweigens zu ziehen! Wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, beklagen die fast totale Ideologisierung der meisten westlichen Medienanstalten, vor allen in Deutschland!

Als Bürgerinnen und Bürger Europas strecken wir allen im Iran, im arabischen Raum, in der Golfregion, die jetzt durch Krieg und Zerstörung getötet, verletzt oder sonst gebeutelt werden, die Hand aus und rufen ihnen allen zu: Wir arbeiten an einem anderen Europa! An einem Europa, das seine Selbstgerechtigkeit beendet. An einem Europa, welches das NATO Kriegsbündnis überwindet und den national-zionistischen Groß-Israel Bestrebungen einen Riegel vorschiebt. An einem Europa, das es wieder wert ist, dass in ihm die europäische Hymne von Beethovens 9. Sinfonie gesungen wird: Alle Menschen werden Brüder….
… und Schwestern, – möchte ich noch ergänzen.

European Peace Project, Verlesung vor dem Rathaus in Rommelshausen, 9.5.2026, Foto PFB


Aktionstag gegen Wehrpflicht am 8. Mai 2026

PFB WählerInnenvereinigung für MB 19-2026 vom 7.05.2026

Aktionstag gegen Wehrpflicht
63 junge Männer aus Stetten waren es im 1. Weltkrieg, 157 im 2. Weltkrieg (ähnlich die Zahlen in Rom), die auf Europas Schlachtfeldern einen sinnlosen Tod starben. Sie waren mit großer Begeisterung in diese Kriege gezogen, massiv beeinflusst durch die Propaganda der Herrschenden – Kaiser, Militär + Rüstungsindustire im 1. Weltkrieg und der Nazi-Ideologie „Eroberung von Lebensraum im Osten“ im 2. Weltkrieg. Zurück blieben verwüstete Länder, 60 Millionen Tote (vor allem auch unter der Zivilbevölkerung) und Millionen von Krüppeln, die Arme, Beine oder Augenlicht verloren hatten. 
Unser PFB-Grundsatzprogramm besagt, dass wir uns für eine friedliche Welt einsetzen, in der Konflikte nicht mit Waffengewalt gelöst werden.
Deshalb unterstützen wir die jungen Menschen, die sich, in Kernen und anderswo, gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht wehren und auf die Straße gehen. Z.B. mit dem Schulstreik gegen die Wehrpflicht am kommenden Freitag, den 8.5. (Jahrestag Kriegsende 1945). Weitere Infos auf der Webseite: www.schulstreikgegenwehrpflicht.com
Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt
Seit 3 Wochen hat unser Mitteilungsblatt ein neues Erscheinungsbild. Neudeutsch „Lay-Out“ genannt. Natürlich ist es immer so, dass etwas Neues ungewohnt ist und Auge und Gehirn sich daran gewöhnen müssen. Deshalb haben wir mit einer Beurteilung gewartet. Aber jetzt sagen wir: das neue dreispaltige Erscheinungsbild gefällt uns nicht. Es wirkt unruhig, ist schwieriger zu lesen und die abgedruckten Fotos sind sehr klein. Uns ist auch nicht klar, warum diese Umstellung notwendig geworden sein soll. Was meinen Sie? Gerne können Sie uns schreiben, info@pfb-kernen.de.

Plakat Nein, unsere Kinder geben wir nicht, Foto Schulstreikkampagne
Plakat Schulstreik, Foto Schulstreikkampagne

Glasfaser – war wohl nix (3)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 18-2026 vom 30. April 2026

Letzte Woche schrieben wir, dass bei der vor Jahren herrschenden Goldgräberstimmung beim Glasfaserausbau viele „Glücksritter“ unterwegs waren, die das schnelle Geld witterten und Versprechungen machten, die sie danach nicht halten konnten. Zu denen gehörte wohl auch die Firma GVG, deren Vertreter in der Gemeinderatssitzung vom 2.2.2023 in den schönsten Farben schilderte, dass sich die GVG von anderen Telekommunikationsunternehmen (die ja nicht den besten Ruf haben) unterscheide. Mit überwältigender Mehrheit (gegen die Stimme des PFB) wurde diese unbekannte Firma mit dem Ausbau des Netzes beauftragt. Wir hatten empfohlen, den Glasfaserausbau – wie z.B. Schorndorf und Weinstadt – in Eigenregie zu machen.

Die Vermarktung übernahm dann – im Auftrag der GVG – die Firma teranet – die auf Plakaten einen „kostenlosen Glasfaseranschluss“ ankündigte. (Siehe Foto). Bei einer „Info-Veranstaltung“ in der vollen Glockenkelter warb sie mit „nur“ 19,90 €/Monat für einen Anschluss. Für die ersten 6 Monate! Für die insg. nötige 2-jährige Laufzeit waren es jedoch in Summe 43 €/Monat. Wer mit solch billigen Verkäufer-Tricks arbeitet, ist nicht seriös. Wir empfahlen damals, derartige Verträge nicht zu unterschreiben. 
Wer macht nun den Glasfaserausbau in den fehlenden Gebieten? Ist er überhaupt nötig? (Forts. folgt)

Aufruf zur 1. Mai Kundgebung
Wir rufen auf zur Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Freitag, 1. Mai, 10 Uhr: Demo ab Stihl-Werk 6. 11 Uhr: Kundgebung Marktplatz Waiblingen. Es spricht der bekannte Politikwissenschaftler Prof. Frank Deppe.

Glasfaser – war wohl nix (2)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 17-2026 vom 23. April 2026

Vorletzte Woche kündigte die Gemeinde den Vertrag mit der Glasfaserfirma GVG. Vorläufig also keine Glasfaser in Stetten und Teilen von Rom. Das PFB hatte von Anfang große Bedenken gegen den hier eingeschlagenen Weg. Denn eigentlich sollte das Netz für diese wichtige Zukunftstechnologie, wie Wasser, Strom und Gas, zur gemeinwohlorientierten Daseinsvorsorge gehören und damit im Eigentum der Gemeinde verbleiben. In Weinstadt ist dies der Fall. Kernen überließ dies privatkapitalistisch profitorientieren Firmen. In den Gewerbegebieten wurden dann – von der Telekom – recht schnell Leitungen verlegt. (Auch weil der Ausbau zu fast 100% aus Steuergeldern finanziert wurde). Das Netz selber gehört aber der Telekom, der die Kommune dafür auch noch kostenlos sämtliche Infrastruktur- und Hausdaten für die Verlegung der Leitungen überließ. 
Bei den Wohngebieten war es schwieriger. In Rom pickte sich die Telekom bestimmte (lukrative) Gebiete raus, Kolbenhalde u.a. fielen hintenrunter.
Durch die anfänglich herrschende Goldgräberstimmung tauchten dann „Glücksritter“ auf, zu denen wohl auch die Firmen gehörten, die nacheinander mit dem Ausbau beauftragt wurden – und dann halt nix machten. Und nun? (Forts. folgt)

Bürgermeistergehalt
Am 16.4. berichtete die WKZ über den Verzicht unseres Bürgermeisters auf eine Gehaltserhöhung in seiner ersten Amtszeit. Wir meinen: Bei einem Bürgermeister für eine Gemeinde unserer Größe ist es üblich, dass er für die Dauer seiner ersten Amtszeit – als „Berufsanfänger“ – in die Gehaltsstufe B3 eingruppiert wird. Eine Höherstufung in B4 erfolgt dann laut Beamtenrecht Baden-Württemberg automatisch für eine eventuelle 2. Amtszeit.

Gemeinderatsbeschluss vom Februar 2023: Vergabe Glasfaserausbau an Firma GVG Glasfaser

Glasfaser – das war wohl nix (1)

PFB-WählerInnenvereinigung für MB 16-2026 vom 16. April 2026
Letzte Woche gab die Gemeinde bekannt, dass sie den Vertrag mit der Glasfaserfirma GVG gekündigt hat. In absehbarer Zeit gibt es also keine Glasfaser in Stetten und Teilen von Rom. Das PFB hatte von Anfang große Bedenken gegen den beim Glasfaserausbau eingeschlagenen Weg – leider berechtigt.

Zum Verständnis ein Blick zurück: 2019 trat Kernen der Gigabit Region Stuttgart bei, wie fast alle Gemeinden im Großraum Stgt. Dieser Zusammenschluss schloss mit der Telekom einen Vertrag, dass diese für 1,1 Mrd. € das Glasfasernetz ausbaut. Die Kommunen sollten dazu weitere 500 Mio € zuschießen. Die damals genannten Ausbauziele hielten wir von Anfang an für unrealistisch.

Es gab aber noch ein schwerwiegenderes Problem: mit dieser Konstruktion überließen die Kommunen die Verfügung über das Glasfasernetz privatkapitalistischen Firmen. (Forts. folgt)

Mittwoch, 22. April 2026, 19 Uhr, Glockenkelter, Obergaß 43 (Hindenburgstr.), Stetten. Lesung Hannes Hofbauer: „Aller Rechte beraubt – mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“

Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Die sanktionierten Personen gehen all ihrer Rechte verlustig: Vermögensentzug, Kontosperre, Passabgabe, Verbot der Hilfe durch ihnen nahestehende Personen. All das ohne Gerichtsverfahren, d.h. heißt ohne Anklage, ohne Verteidigung, ohne Anhörung.
Konkrete Fälle, die angesproche werden, sind der Schweizer Militäranalyst Jacques Baud, der kurdisch-stämmigen deutsche Journalist Hüseyin Dogru aus Berlin und die in Russland lebenden Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper. Insgesamt betrifft diese Politik mehr als 2700 Personen und Organisationen, die meisten von ihnen Russen.
Hofbauer zeigt, wie schnell politische Abweichung zur materiellen Vernichtung und zum gesellschaftlichen Ausschluss führen kann. Er untersucht die politischen, juristischen und historischen Auswirkungen dieser Entwicklung. Er zeigt, wie sich die EU-Behörden seit 2014 – als Mittel im Kampf gegen Moskau – Kompetenzen angeeignet haben, die sie zum Ankläger und Richter in Personalunion machen. Solange sich die Sanktionen gegen russische und ukrainische Staatsbürger richten, mag deren schiere Existenz nicht bedroht sein. Seit 2022 und verstärkt seit dem 20. Mai 2025 werden jedoch auch EU-Bürger sanktioniert und damit all ihrer Rechte beraubt. Selbst die Hilfeleistung durch Angehörige oder Freunde steht unter Strafe.
Die neue Sanktionspolitik erinnert an vormoderne Strafregime. Der Autor geht deshalb zurück in die Geschichte und erinnert an Repressionsmaßnahmen wie die mittelalterliche Verbannung oder die Reichsacht, der z. B. Martin Luther ausgesetzt war. Im 19. Jahrhundert kam die Ausbürgerung als Strafe in Mode; sie erreichte im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt.
Heutige Terror- und Sanktionslisten fanden erst im 21. Jahrhundert massenhafte Verwendung durch die USA, die UNO und die EU.
„Aller Rechte beraubt“ ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.
Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, ist Publizist und Verleger des österreichischen Promedia-Verlags. Er war bereits am 23.1.2024 mit dem Vortrag „Ukraine-Krieg und seine Folgen“ bei der Allmende zu Gast.
Unkostenbeitrag: 6 Euro, Jugendliche, Studierende und Azubis frei.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Allmende und des Parteifreien Bündnisses PFB

Hannes Hofbauer, Foto Verlag
Buchumschlag, Foto Verlag

Neu – Freitag, 10. April 2026, 19 Uhr, Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, Stetten. Vortrag Andreas Zumach: „Der Nahe Osten brennt!“

Nach dem furchtbaren Krieg in Gaza, der trotz Waffenstillstand weiterschwelt, schufen die USA und Israel am 28. Februar 2026 mit ihren massiven Luftangriffen auf den Iran einen neuen Kriegsschauplatz, der sich auf Westasien ausgedehnt hat und zu einem Flächenbrand entwickelt.
Auch Deutschland ist darin verwickelt bzw. betroffen – nicht nur durch das US-amerikanische Militär-Drehkreuz Ramstein in Rheinland-Pfalz – sondern auch durch die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen, von denen der steigende Benzinpreis nur die sichtbarste ist.
Andreas Zumach lebt in Berlin als freischaffender Journalist und Buchautor war schon sieben Mal zu Veranstaltungen in Stetten. In seinem aktuellen Vortrag spricht er über Ursachen, Hintergründe und mögliche weitere Folgen dieser ex-plosiven Gemengelage und geht der Frage nach, ob bzw. wie der Brand gelöscht werden könnte.

Eintritt: 6 Euro, SchülerInnen, Azubis + Studierende frei
Eine gemeinsame Veranstaltung von Allmende Stetten, Parteifreies Bündnis + Aufbruch zum Frieden Kernen, Friedensinitiative Waiblingen.

Andreas Zumach, Foto privat
Cartoon „Der Nahe Osten brennt“, KI generiert

Donnerstag, 26. März 2026, ab 19 Uhr, Bürgerhaus Rom: Haushaltsrede von PFB-Gemeinderat Hans Peter Ruff

Beitrag PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 13-2026 vom 25.3.2026
Jedes Jahr werden bei der Verabschiedung des Haushaltsplans der Gemeinde auch die Haushaltsreden des Gemeinderats gehalten. Dafür stehen jeder Fraktion 10 Minuten zur Verfügung, die Einzelgemeinderäte haben jeweils 5 Minuten Redezeit.

Bei dieser Gelegenheit kann Stellung genommen werden zum Haushaltsplan bzw. zu den Gemeindefinanzen. Also z.B., ob die geplanten Ausgaben für eine Mediathek gerechtfertigt und sinnvoll sind. Traditionell wird aber auch Stellung genommen zu Themen von kommunal- bzw. allgemeinpolitischem Interesse. Also z.B., wie es um die demokratische Teilhabe und die rechtzeitige Information der EinwohnerInnen von Kernen bestellt ist. Oder ob es nicht sinnvoller wäre, die geplanten 800 Milliarden Euro für die Aufrüstung stattdessen so zu verwenden, dass für alle Kinder der Besuch des Kindergartens kostenlos wäre.

Wenn Sie die Rede unseres Gemeinderats Hans Peter Ruff live erleben wollen, sind Sie herzlich eingeladen, die Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag, 26. März um 19 Uhr im Bürgerhaus zu besuchen. Die PFB-Rede ist die letzte aller Reden, nach den Fraktionen und den anderen Einzelgemeinderäten.

Den Wortlaut der Rede finden Sie im untenstehenden Dokument.
Ebenso wie den Wortlaut der Rede von OLK-Gemeinderat Berthold Schreiber, der in seiner Rede ebenfalls Bezug nimmt auf die gemeinsamen Haushaltsanträge von PFB und OLK zur informierten Bürgerschaft.

Der Wortlaut der Rede wird aber auch in der kommenden Woche komplett im Mitteilungsblatt 14-2026 veröffentlicht.

Auf unserer Webseite finden Sie aber auch alle unsere wöchentlichen Beiträge für das Mitteilungsblatt Kernen, sowohl in ihrer ursprünglichen wie auch in der veröffentlichten Version.

Ostermarsch
Wir rufen auf zum Ostermarsch am Samstag, 4. April, 12 Uhr, Schlossplatz Stuttgart. Das diesjährige Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig – Aufstehen für eine gerechte + soziale Welt“

Ebbe Kögel