Prov. Lebenswege mit Judith Scheytt auf youtube zum Nachschauen

Die Veranstaltung mit der Beutelsbacher Klimagerechtigkeitsaktivistin Judith Scheytt am 22. Mai 2026 in der Glockenkelter in Stetten haben wir aufgezeichnet und ins Netz gestellt.
Sie kann unter folgendem Link abgerufen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=k6mClxhtzCw&t=185s
Oder in die Suchfunktion von youtube „Allmende Stetten“ bzw. „Provinzielle Lebenswege: Judith Scheytt“ eingeben.
Ein beeindruckender Abend mit einer beeindruckenden Frau.

Ebbe Kögel + Judith Scheytt, 22.5.2026, Glockenkelter Stetten. Foto Allmende

2 Veranstaltungen zum „Krieg im Osten“

PFB WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 24-2026 vom 11.06.2026
Am Dienstag, 17. Juni um 19 Uhr (Glockenkelter), in Zusammenarbeit mit der Allmende (siehe auch www.allmende-stetten.de) Vortrag von Reinhard Lauterbach: „Gewinnt die Ukraine den (Drohnen-)Krieg + gibt es Chancen auf eine Friedenslösung?
Wer dieser Tage unsere Massenmedien verfolgt, könnte den Eindruck gewinnen, die Ukraine könne jetzt dank ihrer Drohnen den Krieg gewinnen. Auf der anderen Seite verstärkt die russische Armee ihre massiven Bombardements auf ukrainische Städte und Infrastruktur.
Was bedeutet das für uns in Kernen? Ist der Krieg tatsächlich weit weg? Gibt es eine realistische Chance auf Frieden oder einen Waffenstillstand? Welche Auswirkungen hat eine weitere Eskalation auf die bei uns lebenden ukrainischen Flüchtlinge?.  Am Folgetag, Mittwoch, 18. Juni (19 Uhr, Glocke) spricht derselbe Referent über das historisch-politische Thema „Der 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22.6.1941“. An diesem Tag startete das „Unternehmen Barbarossa“ der Wehrmacht (im Volksmund „Russenfeldzug“ genannt) gegen Hitlers strategischen Hauptfeind, die Sowjetunion. Das Ende war furchtbar: Die Sowjetunion hatte 27 Mio Tote zu beklagen, davon 14 Mio ZivilistInnen. 3 Mio sowjetische Kriegsgefangene starben in deutschen Lagern. Auf deutscher Seite starben knapp 4 Mio Wehrmachtssoldaten, darunter fast 150 aus Stetten. An sie erinnert Heimatforscher Ebbe Kögel in einem Einführungsvortrag. (Siehe auch Beitrag der Geschichtswerkstatt in diesem MB).
Der gelernte Historiker und Slawist Reinhard Lauterbach, der in Polen lebt, berichtet als Osteuropakorrespondent seit vielen Jahrzehnten über Polen, Ukraine + Russland.


Stettener Gefallene + Vermisste des 2. Weltkriegs – Namen über Namen. Foto Allmende
„Vermisst in Russland“. Grabstein Karl Konzmann, Alter Friedhof Stetten, Foto Moni Geier

Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang (1)

PFB-WählerInnenVereinigung für Mitteilungsblatt Kernen 23-2026 vom 4.6.2026

Schon des öfteren haben wir (z.B. im MB 17+18/2025) auf die Gefahren der (Zwangs-) Digitalisierung hingewiesen, wenn Dienstleistungen nur noch digital erledigt werden können. Millionen Menschen werden ausgeschlossen, die diesen digitalen Zugang nicht haben oder nicht wollen. Immer größere Bereiche stehen unter Smartphone-Vorbehalt, erfordern also den Besitz eines Handys. Das ist undemokratisch. Wir bräuchten ein Recht auf Leben ohne Digitalzwang.
Bürgerbegehren
Dazu gab es im badischen Ettenheim ein interessantes Bürgerbegehren: dort wollte die Gemeindeverwaltung sich die grundsätzliche Erlaubnis holen, amtliche Informationen nur noch digital veröffentlichen zu müssen. Außerdem wurde die Möglichkeit zur Barzahlung im örtlichen Schwimmbad abgeschafft. Daraufhin schlossen sich einige Ettenheimer zusammen, um zu erreichen, dass Bürger, die auf traditionellen, analogen Umgang miteinander angewiesen sind oder darauf Wert legen, auch weiterhin Respekt erfahren und nicht diskriminiert werden. Dass Bargeld BürgerInnen, Kommune + Wirtschaft weiterhin als krisenfestes, selbstbestimmt nutzbares Zahlungsmittel erhalten bleibt.
Da die Stadtverwaltung auf Proteste nicht reagierte, sammelten die Initiatoren (siehe https://ettenheim.life) erfolgreich Unterschriften für ein Bürgerbegehren bezüglich der amtlichen Informationen. Die Verwaltung lenkte ein, wg. der angeblich hohen Kosten eines Bürgerentscheids. Am 19.5. beschloss der Gemeinderat, die amtlichen Informationen weiterhin auch gedruckt zu veröffentlichen. (Forts. folgt)

Aufbruch zum Frieden
Nächste Sitzung, Mi, 10.6., 19 Uhr, Begegnungsstätte Rom. Kontakt: S: Häberle, Tel. 0162.8529 070
Ebbe Kögel

Nachbemerkung: Zensur
Für diesen Beitrag gab es wieder Mal Schwierigkeiten mit der Zensur. Am Montag, 2.6.26 erhielten wir folgende Email vom Rathaus: “ Vielen Dank für Ihre Einsendung. Wir haben Ihren Beitrag „Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang (1)“ sorgfältig geprüft und können ihn in der aktuellen Form leider nicht veröffentlichen, da er nicht mit den Vorgaben des Redaktionsstatuts übereinstimmt.
Nach Abschnitt 4.2 ist ein örtlicher Bezug erforderlich; dort ist der Kernen-Bezug als maßgeblicher Prüfpunkt vorgegeben. Ihr Beitrag behandelt in seinem inhaltlichen Schwerpunkt jedoch den Vorgang in Ettenheim und leitet daraus eine allgemeine Bewertung zum Thema Digitalisierung ab. Ein hinreichend konkreter Bezug zu Kernen im Remstal tritt dabei nicht hervor. In der vorliegenden Fassung steht kein konkretes kommunalpolitisches Anliegen in Kernen im Mittelpunkt“.
Dieses Argument ist völlig daneben. Natürlich ist ein konkreter Kernen-Bezug vorhanden, weil es Hunderte von Menschen in unserer Gemeinde gibt, die keinen Digitalzugang haben oder diesen nicht wollen. Es ist unsere Aufgabe als kommunalpolitisch tätige Gruppierung, auch diesen Menschen eine Stimme zu geben.

Wir haben den Beitrag dann – nach einem längeren Telefonat mit dem Rathaus – wie untenstehend umgeschrieben.

Neufassung:

Neu: Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang (1) Dem PFB war es stets ein (auch programmatisches) Anliegen, auf die Gefahren der Digitalisierung aufmerksam zu machen. (Siehe z.B. im MB 17+18/2025). Denn wenn immer mehr Dienstleistungen nur noch digital erledigt werden können, entsteht ein sog. Smartphone-Vorbehalt, der an den Besitz eines Handys gekoppelt ist. (Oder dem Zugang dazu). Unsere Forderung dazu: ein Recht auf Leben ohne Digitalzwang.


Recht auf analoges Leben – Kein Digitalzwang. Foto digitalcourage.de

Rückblick auf Prov. Lebenswege + Medico Benefiz-Konzert

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 22-2026 vom 28.5.2026

Benefiz-Konzert für Gaza
Zum Benefiz-Konzert für die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international am Sa, 23.5. in der Glocke kamen 70 interessierte ZuhörerInnen. Vor allem der junge Harfenist Simon-Elias Krennerich aus Strümpfelbach hinterließ einen bleibenden Eindruck. Insgesamt wurden 700 € gespendet, die wir an die „Nothilfe Nahost“ von medico überwiesen haben.
Wenn Sie auch spenden wollen: medico international e.V., IBAN: DE69 4306 0967 1018 8350 02.

Judith Scheytt zu Gast
Am 22.5. sprach die Klimagerechtigkeits- und Friedensaktivistin Judith Scheytt aus Beutelsbach in der Glocke über ihr Leben und ihre Aktivitäten. 60 ZuhörerInnen kamen, um diese beeindruckende Frau zu hören. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und wird aller Voraussicht im Juni ins Netz gestellt.

Nachtrag: Ein ausführliches 4-stündiges Gespräch mit Judith findet sich bei Jung & Naiv unter dem folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=pEM42a5vlrE

Vortrag Ulrich Bausch am 9.6.
Das PFB und die Initiative „Aufbruch zum Frieden“ Kernen unterstützen die Veranstaltung der FI Esslingen mit U. Bausch am Di, 9.6. 19 Uhr, Gewerkschaftshaus Esslingen, Julius Motteler Str. 12. Titel des Vortrags des bekannten Politikwissenschaftlers und Gründer der SPD-Initiative „Mehr Diplomatie wagen“: „Sind wir militärisch bedroht – und wenn ja, von wem? Militarisierung als Lösung?“ Er spricht u.a. darüber, ob Russland uns demnächst angreifen wird. Bausch war im Januar 2025 in Stetten zu Gast und gab den Anstoß zur Gründung der hiesigen Initiative „Aufbruch zum Frieden“. Diese Ini trifft sich das nächste Mal am Mi, 10.6. um 19 Uhr. Ort wird noch bekanntgegeben. Kontakt: Susanne Häberle, Tel. 0162.8529 070.

Mitteilungsblatt
Nach wie vor erreichen uns viele Rückmeldungen + Zuschriften wg. des neuen Erscheinungsbildes des Mitteilungsblatts. Was meinen Sie? info@pfb-kernen.de

Ebbe Kögel + Judith Scheytt, Prov. Lebenswege, 22.5.2026, Glockenkelter, Foto Hans-Martin Fischer
Benefiz Medico. Musiker (v.l.) Simon-Elias Krennerich, Daniel Kartmann, Andreas Krennerich, Glockenkelter Stetten, 23.5.2026, Foto Karin Laipple

Global denken – lokal handeln. Lokal denken – global handeln: Unsere Verantwortung für die Zerstörung Gazas und das Leiden seiner Bevölkerung – Gespräch + Benefizkonzert am 22. + 23. Mai 2026, 19 Uhr, Glockenkelter

Global denken – lokal handeln. Lokal denken – global handeln: So steht es im Grundsatzprogramm des Parteifreien Bündnisses PFB, mit dem wir erstmals 2014 zur Gemeinderatswahl angetreten sind. Diesen Grundsätzen fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet.
Deshalb unterstützen wir das Benefizkonzert der Allmende für die Hilfsorganisation medico international und deren Arbeit für die notleidende Bevölkerung in Gaza und im Westjordanland. Es findet am Pfingst-Samstag, 23. Mai 2026 um 19 Uhr in der Glockenkelter Stetten statt.
Es spielen die Musiker Simon-Elias Krennerich aus Strümpfelbach an der Harfe, Andreas Krennerich Saxophon und Daniel Kartmann Schlagzeug.
Daniel Kartmann gehörte übrigens zu den Schwerverletzten durch den brutalen Wasserwerfereinsatz gegen S21-DemonstrantInnen, den sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ am 30.09.2010 im Schlosspark. 15 Jahre später hat der SWR einen Bericht über diesen Einsatz und über Daniel Kartmann gebracht, als dieser bei der 775. Montagsdemo eine Rede hielt, um an dieses traumatische Erlebnis zu erinnern.
Hier der Link zum SWR-Beitrag: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/s21-opfer-daniel-kartmann-100.html
Im Grundsatzprogramm von medico heisst es: „Gemeinsam streiten wir für eine gerechte Gesellschaft und ein Leben in Würde, frei von Armut und in bestmöglicher Gesundheit – für alle, überall“.
Deshalb rufen wir dazu auf, zahlreich zu diesem Benefiz-Konzert zu kommen und für die medico-Arbeit zu spenden.
Eintritt frei, großzügige Spenden sind erwünscht.
Eine Veranstaltung der Allmende Stetten mit dem Parteifreien Bündnis PFB.
Hinweis: Die Veranstaltung wird so rechtzeitig beendet sein, dass Interessierte am DFB-Pokalfinale zumindest noch die 2. Halbzeit angucken können.

Der vollständige Zerstörung Gazas und die Lage der Bevölkerung dort ist auch Thema des Gespräches mit der Klimagerechtigkeitsaktivistin + Internationalistin Judith Scheytt aus Beutelsbach (im Rahmen der „Provinziellen Lebenswege“ der Allmende) am Freitag, 22. Mai 2026, 19 Uhr in der Glockenkelter.

Siehe dazu auch die Ankündigungen auf der Webseite www.allmende-stetten.de

Gaza 2025, Foto medico international, Mohammed Zaanoun, activestills
Zehntausende getötete, verstümmelte und hungernde Kinder in Gaza.
2024 – 2025 – 2026
Und Deutschland liefert die Waffen dafür
(Foto PFB)
… und die Welt schaut zu. Bundeskanzler Merz ist der Meinung, dass Israel „für uns die Drecksarbeit erledigt“. Foto PFB

Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt (2)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 20-2026 vom 14.5.2026, Mitteilungsblatt2

Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt (2)
Auf unseren Aufruf von letzter Woche wegen des neuen Erscheinungsbildes des Mitteilungsblatt haben wir ein halbes Dutzend Zuschriften erhalten. Dafür danken wir. Alle, die schrieben, tun sich schwer vor allem mit den kleinen Fotos und mit der Unruhe beim Lesen, die durch das dreispaltige Format verursacht wird. Von Seiten der Pressestelle erhielten wir die Mitteilung, dass das Rathaus sehr viele positive Rückmeldungen bekomme und – außer kleinen Korrekturen – kein Anlass für Änderungen sehe. Was meinen Sie? Bitte Email an info@pfb-kernen.de.

Aktionstag gegen Wehrpflicht am 8.5.
Das PFB unterstützte den 3. Aktionstag gegen die neue Wehrpflicht, der am 8.5. (Jahrestag Befreiung Deutschlands von NS-Diktatur 1945) mit fast 1.500 TeilnehmerInnen in ganz Baden-Württemberg stattfand. Darunter 350 in Stuttgart. Die Losung der jungen Demonstrierenden: „Nie wieder Wehrpflicht! Nie wieder Krieg!“

European Peace Project
Am vergangenen Samstag beteiligten wir uns – wie 2025 in Stetten – auf dem Römer Marktplatz an der Aktion der Initiative „Aufbruch zum Frieden“, die gleichzeitig an Hunderten von Orten in ganz Europa stattfand. Siehe Foto. Das dort verlesene Friedensmanifest steht auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de

Ebbe Kögel

Alt und Neu im Vergleich:

Mitteilungsblatt 15-2026: zweispaltig
Mitteilungsblatt 16-2026: dreispaltig
Was ist besser zu lesen?

Europäisches Friedensprojekt – European Peace Project

Wie schon im letzten Jahr beteiligte sich die hiesige Initiative „Aufbruch zum Frieden“ an den europaweiten Aktionen zum „European Peace Project“, dieses Mal auf dem Marktplatz in Rommelshausen. (Siehe Foto).
Bei dieser Kundgebung wurde der folgende Text verlesen (einheitlich in ganz Europa):

European Peace Project 2026  –  Manifest
Heute, am 9. Mai 2026 – mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, erneut unsere Stimmen! Wir verfolgen mit Sorge, dass die meisten europäischen Regierungen und die EU seit unserer Ausrufung im letzten Jahr den Weg der Diplomatie mit Russland zur Beendigung des NATO-Stellvertreterkrieges in der Ukraine immer noch nicht einschlagen wollen. Wir sind entsetzt, dass ein Krieg, der militärisch längst entschieden ist und der schon zu vielen Menschen auf beiden Seiten der Front das Leben gekostet hat, weiter verlängert wird, in dem wahnwitzigen Versuch, Russland zu „ruinieren“ oder Zeit für den augenblicklichen Poker um die Neuaufteilung der Welt zu schinden. Wir betrauern die größer werdenden Soldatengräber dieses sinnlosen Krieges in der Ukraine, der Europa heute zerfurcht, und erinnern laut: Europa muss einstehen für: Nie wieder Krieg!

Mit Fassungslosigkeit haben wir verfolgt, dass die EU, die sich stets ihrer Rechtsstaatlichkeit rühmt, ernsthaft die völkerrechtswidrige Konfiszierung russischer Vermögen in Europa erwogen hat. Wir sind alarmiert, dass die EU inzwischen unbescholtenen Bürgern, kritischen Buchautoren und Journalisten die Bürgerrechte entzieht, auf extra-legale Sanktionslisten setzt und damit Rechtsstaat und Meinungsfreiheit in Europa auf unerträgliche Weise schädigt! Wir schütteln den Kopf über unsere Regierungen, Parlamente und neuerdings Gerichte, die nunmehr offiziell, aber gegen jede Evidenz die Sprengung der North Stream Pipeline ukrainischen Tätern zurechnen, weil niemand in der Bundesregierung, in Deutschland oder anderen Ortens in Europa den Mumm hat, die USA als Drahtzieher dieses Terroranschlages zu benennen. Wir sind irritiert, dass der gesamte EU-Beamtenapparat, in Verbindung mit den EU-Mitgliedsstaaten es bisher nicht geschafft hat, der neuen US-Sicherheitsstrategie eine geeinte, tragfähige und zukunftsweisende europäische Antwort entgegenzusetzen. Schluss mit der Unterwürfigkeit der EU, sowie der europäischen Regierungen gegenüber den USA, welche internationales Recht in Venezuela oder Iran mit Füßen tritt und Europa verhöhnt. Die sogenannte westliche Weltordnung ist an ihren eigenen Doppelstandards zerbrochen. Wir brauchen ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das seine ureigenen Interessen formuliert und eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt. Gemeinsam mit den BRICS-Staaten muss Europa das Völkerrecht und die UN-Charta stärken und eine Brücke zwischen Ost und West bilden!

Wir, die Bürger Europas, nehmen darum unsere Geschicke und unsere Geschichte selbst in die Hand. Wir haben mit portugiesischen Freunden eine European Citizens Conference for Peace ins Leben gerufen. Wir treten für eine neue Europäische Sicherheitsarchitektur mit Russland ein. Wir strecken den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand aus. Ihr gehört zur europäischen Familie!

Wir, die Bürger Europas, erklären hiermit: Wir sind nicht im Krieg, weder mit Russland noch mit irgendjemandem sonst! Wir machen bei den zunehmend absurden Kriegsspielen nicht mit und wir werden jeden Tag mehr! Wir machen aus unseren Männern und Söhnen keine Soldaten, aus unseren Töchtern keine Schwestern im Lazarett und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder. Wir werden nicht zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert werden und das schöne Europa sich selbst stranguliert!

Es lebe Europa, es lebe der Friede, es lebe die Freiheit

Soweit das EPP-Manifest. Es wurde schon vor einiger Zeit verfasst, damit es verbreitet und in möglichst viele europäische Sprachen übersetzt werden konnte. Wenn Ihr auf die Website geht werdet Ihr erstaunt sein, wie viele Sprachen und selbstständige Dialekte es gibt.

Daher gibt es noch das folgende
Supplement [Ergänzung] zu Iran für das Manifest 2026

Als Bürgerinnen und Bürger Europas äußern wir uns an diesem 9. Mai 2026 auch zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran von Anfang März, der sich derzeit zu einem Flächenbrand im Nahen Osten ausweitet: es macht uns fassungslos, mit welcher Willkür die USA und Israel inzwischen Kriege lostreten: grundlos, ohne akute Bedrohung und Anlass – wie das Pentagon selbst zugegeben hat – und mitten in Verhandlungen! Das Völkerrecht wird vor allem von dem Land, das sich rühmt, die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein, mit Füßen getreten! Das war und ist schon bei Gaza so und jetzt wird dieser Schrecken auf den gesamten Nahen Osten ausgedehnt.

Ebenso fassungslos macht uns die Heuchlerei und die unbeschreibliche Doppelmoral der westlichen Presse, für die offenbar jedes von Israel oder den USA verübte Unrecht sakrosankt ist und sich der Kritik entzieht, ganz als ob Israel und die USA über dem Völkerrecht stünden.

Ganz offen spricht Bundeskanzler Friedrich Merz davon, dass das Völkerrecht für den Iran nicht gelte. Exil-Iraner, die de facto die Savak-Junta des ehemaligen Schahs sind, werden als iranische Freiheitskämpfer vor die Kameras gezerrt und man muss ausländische Sender verfolgen, um zu erfahren, dass es in Iran nur vordergründig um Demokratie oder Frauenrechte geht, sondern dass Reza Palavi den USA eine Trillion Dollar angeboten hat, wenn sie ihn als Regenten in Iran einsetzen. Wie erbärmlich, hierüber in Europa den Mantel des Schweigens zu ziehen! Wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, beklagen die fast totale Ideologisierung der meisten westlichen Medienanstalten, vor allen in Deutschland!

Als Bürgerinnen und Bürger Europas strecken wir allen im Iran, im arabischen Raum, in der Golfregion, die jetzt durch Krieg und Zerstörung getötet, verletzt oder sonst gebeutelt werden, die Hand aus und rufen ihnen allen zu: Wir arbeiten an einem anderen Europa! An einem Europa, das seine Selbstgerechtigkeit beendet. An einem Europa, welches das NATO Kriegsbündnis überwindet und den national-zionistischen Groß-Israel Bestrebungen einen Riegel vorschiebt. An einem Europa, das es wieder wert ist, dass in ihm die europäische Hymne von Beethovens 9. Sinfonie gesungen wird: Alle Menschen werden Brüder….
… und Schwestern, – möchte ich noch ergänzen.

European Peace Project, Verlesung vor dem Rathaus in Rommelshausen, 9.5.2026, Foto PFB


Aktionstag gegen Wehrpflicht am 8. Mai 2026

PFB WählerInnenvereinigung für MB 19-2026 vom 7.05.2026

Aktionstag gegen Wehrpflicht
63 junge Männer aus Stetten waren es im 1. Weltkrieg, 157 im 2. Weltkrieg (ähnlich die Zahlen in Rom), die auf Europas Schlachtfeldern einen sinnlosen Tod starben. Sie waren mit großer Begeisterung in diese Kriege gezogen, massiv beeinflusst durch die Propaganda der Herrschenden – Kaiser, Militär + Rüstungsindustire im 1. Weltkrieg und der Nazi-Ideologie „Eroberung von Lebensraum im Osten“ im 2. Weltkrieg. Zurück blieben verwüstete Länder, 60 Millionen Tote (vor allem auch unter der Zivilbevölkerung) und Millionen von Krüppeln, die Arme, Beine oder Augenlicht verloren hatten. 
Unser PFB-Grundsatzprogramm besagt, dass wir uns für eine friedliche Welt einsetzen, in der Konflikte nicht mit Waffengewalt gelöst werden.
Deshalb unterstützen wir die jungen Menschen, die sich, in Kernen und anderswo, gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht wehren und auf die Straße gehen. Z.B. mit dem Schulstreik gegen die Wehrpflicht am kommenden Freitag, den 8.5. (Jahrestag Kriegsende 1945). Weitere Infos auf der Webseite: www.schulstreikgegenwehrpflicht.com
Neues Erscheinungsbild Mitteilungsblatt
Seit 3 Wochen hat unser Mitteilungsblatt ein neues Erscheinungsbild. Neudeutsch „Lay-Out“ genannt. Natürlich ist es immer so, dass etwas Neues ungewohnt ist und Auge und Gehirn sich daran gewöhnen müssen. Deshalb haben wir mit einer Beurteilung gewartet. Aber jetzt sagen wir: das neue dreispaltige Erscheinungsbild gefällt uns nicht. Es wirkt unruhig, ist schwieriger zu lesen und die abgedruckten Fotos sind sehr klein. Uns ist auch nicht klar, warum diese Umstellung notwendig geworden sein soll. Was meinen Sie? Gerne können Sie uns schreiben, info@pfb-kernen.de.

Plakat Nein, unsere Kinder geben wir nicht, Foto Schulstreikkampagne
Plakat Schulstreik, Foto Schulstreikkampagne

Glasfaser – war wohl nix (3)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 18-2026 vom 30. April 2026

Letzte Woche schrieben wir, dass bei der vor Jahren herrschenden Goldgräberstimmung beim Glasfaserausbau viele „Glücksritter“ unterwegs waren, die das schnelle Geld witterten und Versprechungen machten, die sie danach nicht halten konnten. Zu denen gehörte wohl auch die Firma GVG, deren Vertreter in der Gemeinderatssitzung vom 2.2.2023 in den schönsten Farben schilderte, dass sich die GVG von anderen Telekommunikationsunternehmen (die ja nicht den besten Ruf haben) unterscheide. Mit überwältigender Mehrheit (gegen die Stimme des PFB) wurde diese unbekannte Firma mit dem Ausbau des Netzes beauftragt. Wir hatten empfohlen, den Glasfaserausbau – wie z.B. Schorndorf und Weinstadt – in Eigenregie zu machen.

Die Vermarktung übernahm dann – im Auftrag der GVG – die Firma teranet – die auf Plakaten einen „kostenlosen Glasfaseranschluss“ ankündigte. (Siehe Foto). Bei einer „Info-Veranstaltung“ in der vollen Glockenkelter warb sie mit „nur“ 19,90 €/Monat für einen Anschluss. Für die ersten 6 Monate! Für die insg. nötige 2-jährige Laufzeit waren es jedoch in Summe 43 €/Monat. Wer mit solch billigen Verkäufer-Tricks arbeitet, ist nicht seriös. Wir empfahlen damals, derartige Verträge nicht zu unterschreiben. 
Wer macht nun den Glasfaserausbau in den fehlenden Gebieten? Ist er überhaupt nötig? (Forts. folgt)

Aufruf zur 1. Mai Kundgebung
Wir rufen auf zur Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Freitag, 1. Mai, 10 Uhr: Demo ab Stihl-Werk 6. 11 Uhr: Kundgebung Marktplatz Waiblingen. Es spricht der bekannte Politikwissenschaftler Prof. Frank Deppe.

Glasfaser – war wohl nix (2)

PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 17-2026 vom 23. April 2026

Vorletzte Woche kündigte die Gemeinde den Vertrag mit der Glasfaserfirma GVG. Vorläufig also keine Glasfaser in Stetten und Teilen von Rom. Das PFB hatte von Anfang große Bedenken gegen den hier eingeschlagenen Weg. Denn eigentlich sollte das Netz für diese wichtige Zukunftstechnologie, wie Wasser, Strom und Gas, zur gemeinwohlorientierten Daseinsvorsorge gehören und damit im Eigentum der Gemeinde verbleiben. In Weinstadt ist dies der Fall. Kernen überließ dies privatkapitalistisch profitorientieren Firmen. In den Gewerbegebieten wurden dann – von der Telekom – recht schnell Leitungen verlegt. (Auch weil der Ausbau zu fast 100% aus Steuergeldern finanziert wurde). Das Netz selber gehört aber der Telekom, der die Kommune dafür auch noch kostenlos sämtliche Infrastruktur- und Hausdaten für die Verlegung der Leitungen überließ. 
Bei den Wohngebieten war es schwieriger. In Rom pickte sich die Telekom bestimmte (lukrative) Gebiete raus, Kolbenhalde u.a. fielen hintenrunter.
Durch die anfänglich herrschende Goldgräberstimmung tauchten dann „Glücksritter“ auf, zu denen wohl auch die Firmen gehörten, die nacheinander mit dem Ausbau beauftragt wurden – und dann halt nix machten. Und nun? (Forts. folgt)

Bürgermeistergehalt
Am 16.4. berichtete die WKZ über den Verzicht unseres Bürgermeisters auf eine Gehaltserhöhung in seiner ersten Amtszeit. Wir meinen: Bei einem Bürgermeister für eine Gemeinde unserer Größe ist es üblich, dass er für die Dauer seiner ersten Amtszeit – als „Berufsanfänger“ – in die Gehaltsstufe B3 eingruppiert wird. Eine Höherstufung in B4 erfolgt dann laut Beamtenrecht Baden-Württemberg automatisch für eine eventuelle 2. Amtszeit.

Gemeinderatsbeschluss vom Februar 2023: Vergabe Glasfaserausbau an Firma GVG Glasfaser