Wohnbaugipfel der Kreisbau

MB 37-2019 vom 11. September 2019

Letzte Woche berichteten wir über die Wohnungsnot in Kernen. Nach wie vor sind wir eine attraktive Zuzugsgemeinde. Folge: ein sehr angespannter Mietwohnungsbereich. Wir meinen: Die Gemeinde muss endlich in den Sozialwohnungsbau einsteigen. Geld dafür ist vorhanden. Großer Vorteil dieses Modells: Grundstücke und Verfügungsgewalt über die Wohnungen bleiben in der Hand der Gemeinde. Auch genossenschaftliche Modelle sollten gefördert werden.
Die Kreisbaugesellschaft (KBG), ein Tochterunternehmen des Landkreises, veranstaltet nun am 27.9. in Schorndorf einen Wohnbaugipfel mit VertreterInnen von Kommunen, Landtagsfraktionen und Wirtschaft. Begrüßenswert.
Allerdings stehen die ReferentInnen großteils für eine Herangehensweise, dass “der Markt” alles richten täte (was er weder tat noch tut) bzw. aus den politischen Kreisen, die die jetzige Misere mitverantworten und massenhaft Sozialwohnungen verscherbelten. Es wurde niemand eingeladen, wo Alternativen vorschlägt. Wie z.B. das Mietshäusersyndikat (www.syndikat.org), der Mieterverein (der zusammen mit anderen Organisationen einen „Akutplan für soziales und bezahlbares Wohnen“ vorgelegt hat, siehe www.mieterbund.de, Suchwort „Akutplan“), die Gewerkschaft VER.DI mit ihrem Papier „Gutes Wohnen-Arbeiten-Leben. Aufbruch in eine solidarische Wohnungspolitik“) oder die europaweite Bürgerinitiative „Housing for all – Wohnen für alle“, www.housingforall.eu), mit ihrem Ziel: bezahlbare Wohnungen als Menschenrecht. Wir haben unsere Alternativvorschläge den Verantwortlichen übermittelt. Bisher ohne Erfolg.

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