Der große Verdienst des ersten Nachkriegs-Bundeskanzlers Adenauer (CDU) war die Aussöhnung und die Freundschaft mit dem ehemaligen Erzfeind Frankreich. Und der Gründung des deutsch-französischen Jugendwerks. Dieser Prozess hatte in den 1970er Jahren Auswirkungen bis auf unsere lokale Ebene, durch der Gründung der Partnerschaftsvereine Stetten/St. Pierre d’Albigny und Rom/St. Rambert d’Albon. Leider war es durch die Einbindung der BRD in die NATO und den von den USA geführten „Kalten Krieg“ nicht möglich, entsprechende Aussöhnungsprozesse mit den von der Wehrmacht überfallenen und zerstörten Ländern Polen und Sowjetunion in Gang zu bringen. Auch nicht nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“.
Immerhin wurden viele Länder Osteuropas nach 1989 Teil des vereinigten Europas, der EU.
Aber die große Frage ist: was ist das für eine EU? Ist es ein basisdemokratisches Europa der Völker oder Regionen oder ein Europa des Kapitals mit einer abgehobenen (und nicht demokratisch kontrollierten) EU-Kommission in Brüssel?
Diese Fragen versucht die Politikprofessorin und Buchautorin Ulrike Guerot am Sa, 3.10.26 um 17 Uhr in der Glockenkelter zu beantworten. Sie liest bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Allmende aus ihrem neuen Buch „Endlich Europa – wie die Europäische Republik wahr wurde“. Das Buch kommt just zur Lesung in den Buchhandel und kann am Samstag erworben werden.
Ulrike Guerot, Jahrgang 1964, begann ihre politische „Karriere“ im Ring Christlich Demokratischer Studenten RCDS. Nach ihrem politikwissenschaftlichen Studium arbeitete sie u.a. in der EU-Kommission. Sehr früh engagierte sie sich europapolitisch und entwickelte die Idee einer europäischen Republik jenseits nationaler Grenzen.
Dadurch wurde sie ein vielgefragter Talkshow-Gast. Das änderte sich, als sie 2021/22 die deutsche Corona-Politik kritisierte und sich kritisch zur Berichterstattung über die Hintergründe des Ukraine-Krieges äußerte. Die Kampagne gegen sie gipfelte in der fristlosen Kündigung ihrer Professur an der Uni Bonn.
Im Oktober 2026 erscheint beim Westend-Verlag ihr neues Buch „Endlich Europa“. Sie erzählt darin, wie 2029 das von-der-Leyen-Europa zusammenkracht und sich daraus die (schon Jahrhunderte alte) Idee einer dezentralen, regionalen, sozialen, neutralen und demokratischen Europäischen Republik entwickelt.
Natürlich wird sie auch Stellung nehmen zu den (seit Jahren und immer noch) laufenden Kampagnen gegen sie und ihre Ideen.
Ulrike Guerot war bereits im Juni 2023 in der ausverkauften Glockenkelter zu Gast.
Eintritt: 10 Euro, Jugendliche, Azubis und Studierende frei.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Allmende mit dem Parteifreien Bündnis PFB

