PFB-WählerInnen-Vereinigung für Mitteilungsblatt 50-2025 vom 10.12.2025
Aufgrund der Aufrufe von PFB und OLK im Mitteilungsblatt haben uns überraschend viele Menschen ihre Meinung zur geplanten Mediathek auf der Hangweide geschrieben, fast 200 haben sich an unserer Umfrage beteiligt. Bis auf zwei Personen überwiegend skeptisch bis ablehnend.
Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Argumente zusammen:
Die größte Sorge war, dass 9.000 Menschen aus Rom und 6.500 aus Stetten ihre (jetzt zumeist fußläufig erreichbaren) Büchereien – und damit auch ihre sozialen Treffpunkte – verlieren, zugunsten eines Treffpunktes für die 1.500 zukünftigen BewohnerInnen der Hangweide. Insbesondere für den Stettener Ortskern, der eh schon ausgedünnt ist, wäre es ein herber Verlust. Die seitherigen NutzerInnen (darunter viele Ältere) müssten dann in Zukunft alle auf die Hangweide. Zumeist mit Auto oder Bus, was mit Zeitaufwand und Kosten verbunden wäre.
Wie sollen es die Römer Grundschulkinder machen? Zu Fuß zur Mediathek? (Es herrscht auch große Skepsis, ob dann die Stettener Kinder-Bücherei langfristig erhalten bliebe). Und wäre es nicht besser, die Hangweide-BewohnerInnen würden in Rom in die Bücherei und zum Einkaufen?
Ein weiteres wesentliches Argument sind – in Zeiten leerer Gemeindekassen – die zukünftig anfallenden Miet-Kosten, immerhin 14.000 € pro Monat(!). Die jetzigen Räumlichkeiten sind mietfrei.
Ja, die jetzigen Büchereien sind beengt + nicht barrierefrei. Aber wurden hier bauliche Verbesserungen oder Alternativen untersucht? (Forts. folgt)
Eine ausführliche Zusammenstellung der wichtigsten Argumente finden Sie untenstend.
Gerne dürfen Sie uns auch weiterhin schreiben: info@pfb-kernen.de
Die wichtigsten Zitate aus Email-Zuschriften ans PFB zur Mediathek
Als unsere Kinder 6 Jahre alt waren, konnte ich sie bedenkenlos alleine in die Bücherei laufen lassen – bis in das neue Quartier würde ich als Mutter zurückhaltender sein.
In Bezug auf Nachhaltigkeit ist es ein Trauerspiel, denn die Stettener werden mindestens zu 80% mit dem Auto kommen.
Eine Kinderbibliothek in Stetten ist ja nett, aber erstens ist die Frage, wann diese dem Rotstift zum Opfer fallen wird und zweitens ist es für Eltern nur bedingt eine Hilfe: die Möglichkeit für sich selber Bücher (in Ruhe) auszusuchen, während der Nachwuchs im Kinderbereich stöbert, entfällt. Soweit ich weiß, sind in der Umfrage der Gemeindeverwaltung zur Mediathek nur inhaltliche Dinge abgefragt worden, nicht aber, wer dieses Projekt überhaupt befürwortet bzw. den Standort gutheißt.
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass uns vor wenigen Wochen im gleichen Medium mitgeteilt wurde, dass die Kassen leer seien und wir alle etwas kürzer treten müssten. Wie ist das bitte mit den immensen Kosten zu vereinbaren?
Bei meinem heutigen Besuch in der Bücherei ist mir bewusst geworden, dass beide Büchereien nicht barrierefrei sind.
Eine obdachlose Frau mit Kleinkind nutzt der Architekt der Mediathek, um die Vorzüge einer Bibliothek zu propagieren. Aber es bleiben halt 16.000 Leute ohne Bibliothek in ihren Ortskernen zurück.
Ich halte dieses Vorhaben für den absoluten Wahnsinn
Vielleicht sollten die neuen Bewohner der Hangweide aus ihrer „anonymen Schlafstadt“ herauskommen in die Bezirke, wo das Leben schon immer war und ist, und sich der Einzelhandel und Vereine auf ihr Kommen und ihre Eingliederung freuen. Im besten Fall werden die neuen Bewohner der Hangweide irgendwann selbst aktiv, und gründen in Eigeninitiative kreative Treffen, wozu es meiner Meinung nach keine Bücherei benötigt. Der Großteil der Kerner Bevölkerung lebt in den Stadtteilen Rommelshausen und Stetten. Warum sollen diese Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen künftig die langen Wege in Kauf nehmen?
Die Interessen beider Dorfgemeinschaften werden für eine kleine Anzahl Bürger in der Hangweide total übergangen
Schade wäre es für den Ortskern Stetten, der nach dem Wegfall der Gaststätte Idler und der Sparkassen-Filiale sowieso schon unter Schwund leidet. Wenn dann auch die Bücherei wegfällt, werden noch weniger Bewohner den Weg in die Stadt und die verbliebenen Geschäfte finden.
In Zeiten leerer (Kommunal-)Kassen, nachdrücklicher Brandbriefe von Politikern und Bürgermeistern, und einer Kommunalverwaltung, die offenbar nur noch den Mangel verwalten kann, kann eine solche Planung wie die geplante Mediathek den Bürgern nicht vermittelt und zugemutet werden.
Des Weiteren steht das geplante weitgehend autoarme Umfeld in einem klaren Widerspruch zu einer Mediathek, die für die BürgerInnen der Teilorte Stetten und Rommelshausen eher die Inanspruchnahme eines Autos erforderlich macht
Dass zum Vorteil von etwa 1.500 künftigen Bewohnern, bei denen es sich nicht unbedingt um Bürger aus Kernen handeln dürfte, über 9.000 Bürger aus Rommelshausen und über 6.300 Bürger aus Stetten benachteiligt werden, wenn sie ihre eigenen Büchereien in den jeweiligen Teilorten verlieren würden. Außerdem fallen in den gemeindeeigenen Gebäuden keine Mietkosten an.
Als Inhaberin eines Büchereiausweises wurde ich vor einigen Wochen per Mail von der Stadtbücherei dazu aufgefordert, meine Wünsche und Vorstellungen zur neuen Mediathek mittels einer sehr aufwändigen Befragung abzugeben. Diese habe ich detailliert beantwortet. Aber eine solche Einrichtung gehört dahin, wo viele Menschen wohnen und unterwegs sind, nicht abseits.
Viele werden dann mit dem Auto nach Weinstadt oder Waiblingen gleich weiterfahren.
Laufende Kosten z.B. Miete sind sehr teuer und evtl.. in vielleicht 5 bis 10 Jahren für die Gemeinde nicht mehr finanzierbar. Dann haben wir keine Bücherei mehr. Mietkosten steigen.
Bücherei in Stetten ist sozialer Treffpunkt.
Die Frage nach Brandschutz und Barrierefreiheit bei den vorhandenen Bibliotheken.
Die Idee einen Aufzug außen am Gebäude anzubringen kam auf. Bevor 300.000 € in die Mediathek gesteckt werden.
In Stetten steht der Idler leer
Stand: 10.12.2025
Zusammengestellt vom Parteifreien Bündnis
