PFB-WählerInnenvereinigung für Mitteilungsblatt 47-2025 vom 19.11.2025
Am Sonntag war Volkstrauertag. In der Einladung hieß es: „Wir gedenken der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror, deren Schicksale uns mahnen, den Frieden nicht als selbstverständlich zu betrachten“. 2024 sagte der stellvertretende Bürgermeister H. Heissenberger auf dem Römer Friedhof: „Lassen Sie uns derer gedenken, die in ihrem Leben Unglaubliches erleiden mussten, oft nur, weil sie anders waren, eine andere Überzeugung hatten oder zum Kriegsdienst gezwungen wurden.“
Bei der diesjährigen Feier in Stetten waren in der Rede von Bürgermeister Paulowitsch neue Töne zu hören. Er sagte, dass wir inzwischen „wieder über Kriegstüchtigkeit sprechen müssen, dass Wehrhaftigkeit gefragt und der Dienst an der Waffe ein Dienst an der Gemeinschaft sei.“
Wollen wir tatsächlich, dass unsere jungen Männer beim Militär wieder lernen, wie sie andere junge Männer umbringen können? Ganz zu schweigen von den zivilen Opfern, die die heutige Art der Kriegsführung mit sich bringt. (Siehe die Lesung zu Gaza am 24.11.)
Friedensfähig statt kriegstüchtig – das wäre unsere Botschaft zum Volkstrauertag. Ganz im Sinne der auf der ganzen Welt gültigen UN-Charta (Gründungsvertrag und Verfassung der Vereinten Nationen) von 1945, in der sich alle 193 UN-Mitgliedsstaaten verpflichteten, ihre Konflikte ausschließlich durch friedliche Mittel – also durch Verhandlungen und Diplomatie – zu lösen.
Lesung „Völkermord in Gaza“
Am Mo, 24.11., 19 Uhr, Glocke. Mit Helga Baumgarten. Siehe allmende-stetten.de
Zu diesem Beitrag hat die Gemeindeverwaltung Kernen einen Kommentar mit folgendem Wortlaut abgedruckt:
Anmerkung der Gemeindeverwaltung zum Beitrag des pfb – Parteifreies Bündnis Wählervereinigung
Die Redaktion stellt klar, dass die im Beitrag enthaltenen Aussagen, die Bürgermeister Benedikt Paulowitsch zugeschrieben werden, weder dem Wortlaut noch dem tatsächlichen Inhalt seiner Rede zum Volkstrauertag 2025 entsprechen. Der Bürgermeister hat das im Artikel verwendete Zitat so nicht gesagt. Der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ kam in seiner Rede nicht vor. Andere Inhalte der Rede wurden im Beitrag der pfb falsch wiedergegeben. Die ungekürzte Rede von Herrn Bürgermeister Paulowitsch ist ab Seite 4 dieses Mitteilungsblatts abgedruckt oder kann online unter folgendem Link nachgelesen werden:
https://www.kernen.de/de/aktuelles/Aktuelles-aus-Kernen/Nachricht?view=publish&item=article&id=3202
Die Zuschreibung von Aussagen, die nachweislich nicht getätigt wurden, ist ein schwerwiegender Vorgang. Falsch oder verzerrt wiedergegebene Zitate beschädigen die öffentliche Debatte, führen zu einer falschen Darstellung der betroffenen Person und untergraben das Vertrauen in eine sachliche politische Auseinandersetzung. Die Redaktion betrachtet dies als inakzeptabel.
Dennoch hat sich die Redaktion nach sorgfältiger Abwägung dazu entschieden, den Beitrag der pfb und von Herrn Kögel abzudrucken. Dies ermöglicht es der Bürgerschaft, sich selbst ein vollständiges Bild zu machen. Die notwendige Richtigstellung erfolgt mit dieser Anmerkung.
Die Redaktion wird auch künftig darauf achten, dass im Mitteilungsblatt keine Aussagen als Zitate erscheinen, die von den betreffenden Personen nicht getätigt wurden.
