Vortrag „Regenwürmer gegen Agrarkonzerne“ am 6.5.

MB 18-2019 vom 02.05.2019

Im Schnitt werden auf jeden ha Acker in Deutschland pro Jahr rund 200 kg Dünger gestreut. Denn nur wer mineralisch dünge, könne auch gute Erträge erzielen. 
„Das stimmt so nicht“, sagt Josef Braun, auch bekannt als „Der Bauer mit den Regenwürmern“. Der Biolandwirt aus Freising sorgte 2015 mit dem gleichnamigen Film für Aufsehen.
Er beruft sich auf die natürliche Leistungsfähigkeit von Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen und forscht seit Jahrzehnten an der Bodenfruchtbarkeit seiner Äcker. Er setzt auf natürliche Helfer: Regenwürmer. Deren Kot enthält den für die Landwirtschaft notwendigen Stickstoff.
Sein alternativer landwirtschaftlicher Ansatz ist auch eine Kampfansage an die Agrarriesen mit ihrer Gentechnik, an die Funktionäre des Bauernverbandes und an die Chemiekonzerne, deren Kunstdünger den Boden und das Grundwasser verseucht.
Josef Braun kommt am Montag, 6.5.2019, 20 Uhr mit dem Vortrag „Regenwürmer gegen Agrarkonzerne“ ins Bürgerhaus in Rom.
Der Eintritt ist frei


Historisch-politischer Dorfrundgang Stetten

Der PFB Gemeinderat + Heimatforscher Ebbe Kögel bietet einen historisch-politischen Rundgang durch Stetten an.
Die Geschichte beginnt mit den früheren Herrschaftssitzen: Yburg, Schloss und die vor kurzem entdeckte Wasserburg auf dem Ochsen-Gelände. Es geht weiter mit der Herrschaft der Reichsritter und des Hauses Württemberg: prachtvolle Feste im Schloss, Ausbeutung und Unterdrückung für das „gemeine Volk“.
Das „Schloss der Barmherzigkeit“ (so ein Buchtitel), seit 1863 Sitz der Anstalt Stetten (siehe Foto), heute Diakonie, war auch Ort des grausamsten Verbrechens in der Dorfgeschichte: die Ermordung von über 400 Behinderten in der Tötungsanstalt Grafeneck. Aber in der NS-Zeit gab es auch Akte des Widerstandes, so die Rettung des jüdischen Ehepaars Krakauer durch die Pfarrersfrau Hildegard Spieth.
Die Nachkriegszeit war gekennzeichnet von dem Zuzug von Vertriebenen, einer Verdreifachung der Einwohnerzahl, nachlassender Bedeutung der Landwirtschaft, einer rebellischen Jugend, der Zwangseingemeindung nach Rom bis hin zum heutigen Wohlstand und den „Luxusproblemen“ der Gegenwart. Diese kommen natürlich auch zur Sprache.
Die Führung am Samstag, 4. Mai 19, interessant sowohl für Zugezogene wie auch für Einheimische, beginnt um 14 Uhr und dauert 2 Stunden.
Treffpunkt: Innenhof Schloss (Blutbuche).
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.


Rückblick: Stetten braucht ein Dorfbüro

20 ZuhörerInnen folgten am 20.3. interessiert dem Vortrag von Sabine Rüdele, Managerin des sog. „Komm-In“ in der 3000-Seelen-Gemeinde Sternenfels im Enz-Kreis. Vorgestellt wurde ebenfalls eine gleichnamige Einrichtung in Wurmberg, auch im Enz-Kreis. Diese Komm-Ins sind zentraler Kommunikationsmittelpunkt für die dortige Dorfbevölkerung und bieten unterschiedliche Dienstleistungen an: Einwohnermeldeamt, Poststelle, Toto-Lotto, Tourismusbüro, Cafeteria, Beratung AOK/Rente, Verkauf regionaler Produkte, Reinigungsannahme. Sie gehen zurück auf eine Umfrage der Uni Tübingen in den 1990er Jahren über die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung: eindeutiger Auftrag an die Gemeinde: „Jenseits des Betons in die Lebensqualität der Menschen investieren“.
In der Diskussion wurde noch der Vorschlag gemacht, in einem möglichen Dorfbüro in Stetten (z.B. in der ehem. Filiale der Kreissparkasse), als Modellprojekt eine zentrale Annahmestelle für alle existierenden Paketdienste einzurichten. Von dort würden sie mit einem Elektro-Lastenfahrrad zu den Endkunden ausgefahren. So kann vermieden werden, dass die Paket-Lieferwagen ständig durchs Dorf fahren.
Ein weiterer Vorschlag: Ein Cafe zusammen mit der Diakonie.
Ausführlicher Bericht auf unserer Webseite.


Rückblick auf „Geld und Liebe“

Der Unterschied in der Entlohnung von Männern und Frauen ist allgemein bekannt. Schwerwiegender ist allerdings der Unterschied bei den Renten. (Der sog. „Gender Pension Gap“).
Bei ihrem Vortrag am 2.4. illustrierte die Referentin Annika Peters von der Frauenfinanzberatung in Stuttgart dies anhand der Lebensläufe zweier Frauen und der Berechnung ihrer zu erwartenden Rente.
Rente wird auf Grundlage von Entgeltpunkten berechnet: für einen (durchschnittlichen) Jahresverdienst von 39.000 € gibt es einen Entgeltpunkt. Liegt der Verdienst höher, gibt es mehr, liegt er darunter, entsprechend weniger.
Beide Frauen starten gleich mit Ausbildung, Studium und einer ersten Arbeitsstelle. Dann bekommt Frau A ein Kind und bleibt 3 Jahre zuhause, Frau B (könnte auch ein Mann sein) bleibt Vollzeit bis zur Rente im Beruf. Hier öffnet sich die Schere. Für die 3 Jahre Kindererziehung bekommt Frau A drei Entgeltpunkte. Frau B dagegen für 3 Jahre Vollzeittätigkeit sechs.
Nach der Kindererziehungszeit arbeitet Frau A in Teilzeit – oft nicht mehr im erlernten Beruf, weil sich dies mit den Betreuungszeiten der Kinder nicht vereinbaren lässt. Bei 6 Jahren in Teilzeit zu 50% ergibt sich im Vergleich zu Frau B ein Minus von 1,5 Entgeltpunkten. Noch gravierender wird es, wenn Frau B nach 10 Jahren in eine Führungsposition aufsteigt. Im Vergleich zu Frau A, die auch wieder Vollzeit arbeitet, aber aufgrund ihrer vorherigen (Teilzeit- bzw. minderqualifizierten) Tätigkeit nicht in einer Führungsposition, ergibt sich in 10 Jahren ein Unterschied von insg. 19,1 Entgeltpunkten. Dies bedeutet schließlich bei Renteneintritt ein monatliches Minus von 400 €. Wenn nun ein 2. Kind oder die Pflege der Eltern dazukommt, wird der Unterschied noch größer.
Hier ist die Kommune gefordert, z.B. durch Schaffung von mehr Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten für junge Familien. Und warum sollte nicht der Mann seine Arbeitszeit auf 80% verringern, um sich um Kinder zu kümmern?

Vortrag Armin Rieger am 29.4.: „Pflegenotstand“

MB 17-2019 vom 25.04.2019

In vielen Pflegeheimen herrschen schlimme Zustände. Die Gründe: Personalmangel, Zeitdruck und vor allem die sogenannte „Gewinnerzielungsabsicht“.
Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sind inzwischen ein einträgliches Geschäftsmodell und werden zunehmend von internationalen Konzernen übernommen, die damit zum Teil zweistellige Umsatzrenditen erzielen.
Einer davon ist die Orpea-Gruppe aus Paris, die fast 1.000 Pflegeheime, Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in ganz Europa besitzt oder betreibt. Das Haus Edelberg in Rommelshausen wird zum Beispiel von diesem internationalen Konzern betrieben

Armin Rieger wurde 1998 als Quereinsteiger Leiter eines Seniorenheims. So gewann er Einblicke in die Strukturen und schrieb das Erfolgsbuch „Der Pflegeaufstand“. Darin kritisiert er nicht nur die Zustände in den Pflegeheimen und die Heimaufsicht, sondern zeigt auch, wie ein Altern in Würde möglich ist. Er kommt am Mo, 29. April 2019 um 20 Uhr ins Bürgerhaus in Rom.

Auch die aktuelle (und zukünftige) Pflegesituation in der Gemeinde Kernen wird angesprochen. Eintritt frei


Heute abend Vortrag Valentin Thurn: „Genial lokal“
Do, 25.4., 20 Uhr, Alte Kelter Rom. Der in Waiblingen aufgewachsene Valentin Thurn stellt die Idee der „Ernährungsräte“ vor.
Eintritt frei


Historisch-politischer Dorfrundgang in Rom
PFB Gemeinderat Ebbe Kögel bietet einen historisch-politischen Rundgang durch Rommelshausen an: Vom württembergischen Ackerbauerndorf und der Hochburg der rebellischen Wiedertäufer zur Arbeiterwohngemeinde, wo die CDU in den 1970er Jahren feierte, dass sie bei Wahlen mehr Stimmen bekam wie die SPD. Vom Faschismus, der anscheinend spurlos an Rom vorbeigegangen ist. Von ZwangsarbeiterInnen und französischen Kriegsgefangenen. Von der Gemeindereform und dem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen den Bau eines Bürgersaales neben dem Rathaus. Vom Verschwinden wertvollster Ackerböden und dem Abriss der baulichen Zeugnisse der agrarischen Vergangenheit. Samstag, 27.4., 14 Uhr. Treffpunkt Rathaus.
(Rundgang Sa, 4.5. in Stetten)



Vorstellung unserer KandidatInnen (4)

Andreas Gaspar und Bettina Futschik

Andreas Gaspar
60 Jahre, Elektroniker für Photovoltaik.


Bettina Futschik
61 Jahre, Schreinermeisterin/Holztechnikerin
Eine lebenswerte Gemeinde bedeutet für mich, dass Jung und Alt ihren Platz hier haben, dass wir die Forderungen unserer Jugendlichen und ihren Kampf für das Klima in der Kommunalpolitik und im Gemeinderat aktiv unterstütze.


Ralph Rieck
55 Jahre, Geschäftsführer eines Sozialverbandes. Verheiratet, 2 Kinder
Ein Gemeinderat sollte sich die Frage stellen, wie für alle Bürgerinnen und Bürger ein „gutes Leben“ ermöglicht werden kann. Für Alte, Junge, Familien, Alteingesessene und Zugewanderte. Da braucht es Ideen und (Zukunfts-) Visionen, wie so ein „Dorf für alle“ aussehen könnte. Es braucht Debatten, die in die Tiefe gehen, die kontrovers sind, auch anstrengend, aber immer solidarisch interessiert an der Position der Anderen.
Mitglied bei Allmende, AnStifter, Verdi, NaturFreunde


Andrea Gräter
52 Jahre, Reinigungskraft, verheiratet, 2 Kinder
Ich möchte an der Gestaltung unseres Gemeinwesens für die nachfolgenden Generationen mitwirken, für eine bessere und sichere Zukunft. Dabei sind mir die Themen öffentlicher Nahverkehr und bezahlbarer Wohnraum wichtig.

Vortrag Armin Rieger am 29.4.: „Pflegenotstand“

MB 16-2019 vom 17. April 2019

In vielen Pflegeheimen herrschen schlimme Zustände. Die Gründe: Personalmangel, Zeitdruck und vor allem das Streben nach Profit. Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sind inzwischen ein einträgliches Geschäftsmodell und werden zunehmend von internationalen Konzernen aufgekauft oder übernommen, die damit hohe Umsatzrenditen erzielen.
Das Haus Edelberg in Rommelshausen wird von dem franz. Orpea-Konzern betrieben. Ihm gehören allein in Deutschland über 100 Pflegeheime.

Armin Rieger, Jahrgang 1958, ein früherer Polizist, wurde 1998 als Quereinsteiger Leiter eines Seniorenheims. So gewann er Einblicke in die Strukturen und schrieb das Erfolgsbuch „Der Pflegeaufstand“. Darin zeigt er auch, wie ein Altern in Würde möglich ist. Er kommt am Mo, 29. April 2019 um 20 Uhr ins Bürgerhaus in Rom.
Bei dieser Gelegenheit soll auch über die Pflegesituation in der Gemeinde Kernen gesprochen werden.
Eintritt frei.


Vortrag Valentin Thurn: „Genial lokal“

Für den in Waiblingen aufgewachsenen Valentin Thurn liegt die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung bei sog. „Ernährungsräten“: Landwirte und KonsumentInnen setzen sich an einen Tisch und organisieren eine  regionale Lebensmittelversorgung.

Thurn war mit seinem Film „Taste the Waste“ [Koste den Abfall] schon mal in Kernen. Er ist Mitbegründer der Internetseite www.foodsharing.de und kommt am Do, 25.04.2019, 20 Uhr in die Alte Kelter, Kelterstr. 84 in Rom. Eingeladen sind insbesondere alle örtlichen Bauern und Wengerter, aber auch interessierte VerbraucherInnen. Eintritt frei.


Unsere nächste Sitzung

Do, 18.4.19, 20 Uhr, TV-Heim Stetten. Gäste willkommen.


Historisch-politischer Dorfrundgang in Rom

Mit Ebbe Kögel. Samstag, 27.4., 14 Uhr. Treffpunkt Rathaus. Für interessierte Alteingesessene + NeubürgerInnen. (Rundgang Sa, 4.5. in Stetten)




Vorstellung unserer KandidatInnen (3)

Gerhard Böhm, Ellen Wolfer und Friedrich Höß


Gerhard Böhm
61 Jahre, Krankenpfleger, 1 Kind
Mitglied bei K21 Kernen und im Liederkranz Rom.
Meine bevorzugten Themen: Verbesserungen bei Kranken- und Altenpflege, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Vorrang des ÖPNV vor dem Individualverkehr.


Ellen Wolfer
63 Jahre, Betriebswirtin. Schöffin am Landgericht Stuttgart.
Für mich ist wichtig: jeder soll eine bezahlbare Wohnung finden, massive Verbesserungen im Pflegesektor, Bekämpfung der Altersarmut von Frauen, Beteiligung der Jungen an zukunftsrelevanten Entscheidungen.


Friedrich Höß
81 Jahre, früher Vertriebsingenieur
Wichtig für mich ist ein gut ausgebauter, pünktlicher und sicherer ÖPNV. Beseitigung der katastrophalen Situation am Bahnhof in Rom. Mir gefällt die Idee eines Dorfbüros mit Postfiliale und einer zentralen Annahmestelle für alle Paketdienste.


Angela Colosi und Evy Kunze


Angela Colosi
31 Jahre, Erzieherin.
Wenn wir auch in Zukunft noch in einer lebenswerten (Um-) Welt und in einer friedlichen Gesellschaft leben wollen, sind Veränderungen notwendig. Dazu braucht es jede und jeden Einzelnen von uns. Das PFB ist ein wichtiger Impulsgeber auf Gemeindeebene.


Evy Kunze
63 Jahre, Journalistin/Büroleiterin, 1 Kind
Meine Wünsche: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, bezahlbare Betreuungseinrichtungen für alle Kinder. Bürgerbeteiligung bei zukunftsweisenden Projekten. Keine auf Rendite ausgerichtete Altenpflege.

Die Fotos unserer KandidatInnen sind von Ellen Hamsa.
Herzlichen Dank.

Vortrag Valentin Thurn: „Genial lokal“

MB 15-2019 vom 10.04.2019

Argentinische Bioäpfel + chinesische Erdbeeren: Essen kommt inzwischen per Flugzeug aus der ganzen Welt. Ein ökologischer Irrsinn. Doch es gibt Alternativen: sog. „Ernährungsräte“ (engl. „Food Policy Councils“): Landwirte und GärtnerInnen aus der Region setzen sich an einen Tisch mit örtlichen KonsumentInnen, die wissen wollen, woher ihr Essen kommt. Ihre Forderung an die Politik: Ernährungsdemokratie!
Genau dies fordert auch der in Waiblingen aufgewachsene Valentin Thurn in seinem neuen Buch „Genial lokal“ und hat damit eine neue Bewegung für eine weitgehend regionale Lebensmittelversorgung ins Leben gerufen. Fernziel: jede Gemeinde soll sich aus ihrem Umland versorgen können.

Thurn war mit seinem mehrfach ausgezeichneten Film „Taste the Waste“ [Koste den Abfall] schon mal in Kernen. Er ist Autor zahlreicher umweltpolitischer Dokumentationen sowie Mitbegründer der Internetseite www.foodsharing.de. Er kommt am Do, 25.04.2019, 20 Uhr in die Alte Kelter, Kelterstr. 84 in Rom. Eingeladen sind insbesondere alle örtlichen Bauern und Wengerter, aber auch interessierte VerbraucherInnen. Eintritt frei.

Spenden
Gerne dürfen Sie uns mit Spenden unterstützen. Konto PFB: Volksbank Stuttgart, IBAN DE60 6009 0100 1174 9760 12. (Adresse nicht vergessen, wg. Spendenbescheinigung).

Vorstellung unserer KandidatInnen (2)

Horst Wilhelm, Heidi Lindstedt und Margarete Aichele.

Horst Wilhelm
64 Jahre, Maschinenbautechniker
Vorstand der BürgerInnen-Energiegenossenschaft Remstal (BEG Remstal). Ich unterstütze die Bewegung der Jugend „FridaysForFuture“ (Freitags für die Zukunft). Mein Motto: Eine andere Welt ist nötig. Wir haben keinen Plan(et) B, wie die Jugend es treffend formuliert.

Heidi Lindstedt
62 Jahre, Verwaltungsangestellte, 1 Kind
Mitglied bei K21 und Plattsalat
Meine Überzeugung: Global denken – regional, sozial, solidarisch handeln. Weitere Verbesserung des Busverkehrs Richtung Endersbach/Benzach. Unterstützung ökologischer Landwirtschaft. Schaffung örtlicher Strukturen wie Dorfbüro/Pflegeheim. Bezahlbare Ganztagsbetreuung für alle Kinder.

Margarete Aichele
65 Jahre
44 Jahre Krankenschwester und 33 Jahre Betriebsrätin im Krankenhaus.
Vorstand im Fachbereich „Gesundheitswesen“ bei VERDI Stuttgart.
Mitglied im Plattsalat, Holzwerkstatt Seniorenrat, Allmende, Naturfreunde.
Wir brauchen dringend mehr Pflegepersonal durch Verbesserungen bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Keine Prestigebauten, sondern mehr bezahlbarer Wohnraum für alle!



Helga Schnurrbusch, Hannelore Poré und Helga Ruff.

Helga Schnurrbusch
79 Jahre, Heilpädagogin
Mich bewegen insbesondere die Themen ÖPNV (Bus/Bahn), Natur und Umwelt. Ich bin für mehr
Bürgerbeteiligung: wir sollen ernstgenommen und bei wichtigen kommunalen Entscheidungen einbezogen werden.‘

Hannelore Poré
80 Jahre, Rentnerin
Für mich ist wichtig, dass sich die Gemeinde für Menschen mit Behinderungen einsetzt. In unserem Dorf müssen wir mehr miteinander reden und zusammenhalten. Ich freue mich, dass ich auf der Liste des PFB kandidieren kann.

Helga Ruff
71 Jahre, Hausfrau, 3 Kinder
Mich interessieren vor allem soziale Fragen und der Umweltbereich: z.B. Einführung eines kostenlosen Busverkehrs zwischen Stetten und Rom. Sport- und kulturtreibende Vereine sind wichtig für unser Gemeinwesen: Wir brauchen eine gerechte Verteilung bei ihrer Unterstützung durch die Gemeinde.

Vortrag zur Daseinsvorsorge am Mi, 10. April

MB 14-2019 vom 03.04.2019

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts schufen unsere Vorfahren die Grundlage für die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Strom und Gas. Eine ähnliche Bedeutung hat heute die Versorgung mit Glasfaserkabel und Mobilfunk.
Jahrzehnte galt diese Daseinsvorsorge als kommunale Kernaufgabe. Doch seit den 1980er Jahren machte sich zunehmend eine neoliberale Ideologie breit, die es privatwirtschaftlich, auf Rendite ausgerichteten Konzernen ermöglichte, immer größere Bereiche unserer Daseinsvorsorge zu übernehmen. Auch unsere Landeswasserversorgung, von der Kernen sein Trinkwasser bekommt, wurde 2000 im Rahmen des sog. „Cross Border Leasing“ an amerikanische Investoren „verkauft“. (Inzwischen für teures Geld wieder zurückgekauft).

Die Referentin Barbara Kern kommt zum Vortrag „Griff nach der Daseinsvorsorge“ am Mi, 10. April 2019, 20 Uhr in den Museumskeller. Sie ist Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Stuttgarter Wasserforum und engagiert sich schon seit Jahrzehnten für die Beibehaltung der kommunalen Struktur bei Wasser, Strom, Gas usw.. Eintritt frei.

Webseite
Rückblick auf den Vortrag „Dorfbüro“ und weitere Infos zum PFB auf unserer Webseite
www.pfb-kernen.de





Vorstellung unserer KandidatInnen (1)

Hanspeter Ruff, Corinna Konzmann und Ebbe Kögel

Hanspeter „Hape“ Ruff
72 Jahre, Brandschutzingenieur, verheiratet, 3 Kinder. 
Aktiv im Musikverein Stetten + Seniorenblasorchester Rems-Murr
Ich kandidiere wieder, weil in den vergangenen fünf Jahren viele notwendige Projekte noch nicht umgesetzt wurden. Ich setze mich dafür ein, dass für wichtige Zukunftsmaßnahmen die Bürgerbeteiligung als Grundprinzip eingeführt wird. Kommunalpolitik braucht mehr Transparenz. Es darf nicht sein, dass zukunftsweisende Vorhaben wegen angeblich zu hoher Kosten im Vorfeld scheitern.

Corinna Konzmann
32 Jahre, Betriebswirtin, verheiratet, 1 Kind
Aktiv im Musikverein Stetten
Ich möchte mich für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde einsetzen, in der sich BürgerInnen jeden Alters wohlfühlen. Öffentliche Gelder sollten mit Augenmaß und mit Mehrwert für alle ausgegeben werden. Der Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft ist mir wichtig, genauso wie nachhaltige Projekte, die Ökologie, Ökonomie und Demokratie verbinden. Gleichberechtigte Förderung sport- und kulturtreibender Vereine.

Eberhard „Ebbe“ Kögel
65 Jahre, Bademeister + Heimatforscher
Vorsitzender Allmende Stetten + David Pfeffer Geschichtswerkstatt
Wir brauchen einen starken sozialen Zusammenhalt in unserer Gemeinde. Ich stelle mir eine Gesellschaft vor, in der unsere Kinder nicht vereinzelt aufwachsen, sondern von der Dorfgemeinschaft aufgenommen und getragen werden. Unabhängig von Stand, Herkunft, Hautfarbe oder Religion ihrer Eltern. 



Karin Steller und Jürgen Horan


Karin Steller
76 Jahre, Apothekerin
Ich arbeite schon seit vielen Jahren ehrenamtlich in einem Stuttgarter Weltladen, wo ich für die Bildungsarbeit zuständig bin.
Meine bevorzugten Themen für die Kommunalpolitik sind alternative Wohnformen und Frauenrechte.

Jürgen Horan
70 Jahre, Betriebswirt, verheiratet, 3 Kinder
Vorsitzender K21 Kernen
Ich möchte daran arbeiten und dazu beitragen, dass sich in Kernen alle Generationen, jung und alt, wohlfühlen können. Dazu will ich das Gespräch mit meinen MitbürgerInnen suchen, damit im Gemeinderat bürgerfreundliche Entscheidungen getroffen werden.



Geld & Liebe – was soll das denn?

MB 13-2019 vom 27.03.2019

Diese Frage haben wir uns auch gestellt, als wir Anfang 2019 unsere Veranstaltungen für den Gemeinderatswahlkampf planten. Was hat dieses Thema mit dem Gemeinderat zu tun? Die Antwort fiel uns nicht schwer: wir wollen nicht nur Vorträge anbieten, die unmittelbar kommunale Vorhaben oder Planungen betreffen, sondern auch solche, die sich mit allgemeinen politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Themen beschäftigen. Die über die Tagespolitik hinausweisen, aber doch mittelbar auf unser gemeindliches Zusammenleben zurückwirken. So entstand die Idee, einen Abend zu organisieren, der sich mit den Veränderungen unserer dörflichen Familienstrukturen beschäftigt, insbesondere der Rolle der Frauen.
Diese haben nämlich weitreichende Konsequenzen für unser Betreuungsangebot in Kindergarten und Schule. Hier unser Ankündigungstext: „Das traditionelle Familienmodell mit dem Mann als Haupternährer ist auf dem Rückzug. In immer mehr Familien sind beide Eltern berufstätig. So oder so zahlen Frauen allerdings einen recht hohen finanziellen Preis für die Jahre der Kindererziehung, insbesondere bei der Rente. Expertinnen gehen davon aus, dass jedes Kind im Alter eine Rentenminderung von 300 € im Monat zur Folge hat.
Viele Frauen trauen sich jedoch nicht, Geld und Finanzen offen und rechtzeitig mit ihrem Partner zu besprechen und stellen ihre eigenen Interessen in den Hintergrund. Doch für das eigene Gefühl und die eigene Sicherheit ist es unerlässlich, dies schon bei der Familiengründung (oder auch später) zu klären.

Deshalb haben wir Annika Peters eingeladen. Sie ist zertifizierte Finanzplanerin und verfügt über vielfältige Erfahrungen in der ganzheitlichen Beratung und Vermögensanlage. Seit 2018 arbeitet sie bei der Frauenfinanzberatung in Stuttgart.
In ihrem Vortrag „Geld & Liebe“ am Dienstag, 2. April 2019 um 20 Uhr im Museum unter der Yburg (Hindenburgstr. 24) schildert sie allgemeingültige Fälle aus ihrer täglichen Beratungspraxis. Ein Abend für Frauen. Aber auch Männer sind gern gesehene Gäste. Der Eintritt ist frei.“

Nun sind wir gespannt, wieviele Leute zu diesem Vortrag kommen. Lasst uns gehen die Welt verändern. Zwei beeindruckende junge Frauen erlebten die rund 50 ZuhörerInnen, darunter auch ein Dutzend ErstwählerInnen, am 20.3. im Bürgerhaus

Unsere KandidatInnen für die Gemeinderatswahl 2019

Vortrag am 25.3: Ein Dorfbüro für Stetten

MB 12-2019 vom 20.03.2019

Im Mai 2019 schließt die Stettener Postfiliale. Eine Prozedur, die wir schon mehrere Male erlebt haben. Das hängt damit zusammen, dass die Deutsche Post seit ihrer Privatisierung 1995 vorwiegend dem Profit ihrer Aktionäre verpflichtet ist. Deshalb wurden die früheren Postämter geschlossen und als sog. Franchise-Unternehmen an örtliche Einzelhändler vergeben. Die Vergütung, die die Post für diese Dienste zahlt, ist aber so gering, dass die Betreiber davon nicht leben können.
Doch es gibt Alternativen: In den Gemeinden Sternenfels und Wurmberg im Enzkreis wurden vor 20 Jahren unter dem Namen „KOMM-In“ Dorfbüros eingerichtet. Neben dem Einwohnermeldeamt befindet sich dort die Postfiliale, Toto Lotto, Cafeteria, Verkauf regionaler Produkte und Touristeninfo. Die dortigen Beschäftigten werden für alle anfallenden Arbeiten und Dienstleistungen geschult.

Bei einem Vortrag der KOMM-In Managerin aus Sternenfels, Frau Sabine Rüdele, stellen wir dieses Modell vor und fragen, ob dies auch auf Stetten übertragbar wäre: Montag, 25. März, 20 Uhr, Museumskeller. . Weitere Ideen: Dorfbüro als Inklusionsprojekt mit der Diakonie. Oder eine zentrale Annahmestelle für alle Pakete, damit nicht die Lieferwagen von 10 verschiedene Paketdiensten durchs Dorf fahren. Haben Sie auch eine Idee oder Interesse? Dann kommen Sie einfach vorbei. Eintritt frei.

Heute Mi, 20.3.: Aufstand der Jugend
Vergangene Woche demonstrierten weltweit Hunderttausende SchülerInnen gegen die Untätigkeit der Politiker beim Klimawandel. Zwei der Organisatorinnen der Stuttgarter Demo, Charlotte von Bonin + Nisha Toussaint-Teachout, kommen heute, 17 Uhr, ins Bürgerhaus und sprechen über Entstehung und Ziele ihrer Bewegung. Insbesondere eingeladen sind alle ErstwählerInnen, aber auch interessierte Erwachsenen sind gerne gesehen.
Eintritt frei

Film „Wackersdorf“ am Montag, 18 März

MB 11-2019 vom 13.3.2019

Am Mo, 18.3., 20 Uhr, Bürgerhaus, zeigen wir im Rahmen unserer Wahlveranstaltungen einen Spielfilm. (Diesmal im Saal 2 des Bürgerhauses. Zum Film „Tomorrow“ im Saal 4 kamen nämlich 75 Leute).
Inhalt: Die Bayrische Staatsregierung will in den 1980er Jahren der Gemeinde Wackersdorf in der Oberpfalz ein „Geschenk“ machen: eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA). Sie soll für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen. Doch dann stellt sich heraus: die Anlage ist doch nicht so harmlos wie behauptet.
An Originalschauplätzen gedreht, ist „Wackersdorf“ ein packendes Polit-Drama über die Geburtsstunde einer Widerstandsbewegung, der es letzten Endes gelang, den Bau der WAA zu verhindern.
Eintritt frei.

Mi, 20. März: „Klimakrise-Aufstand der Jugend!
Es begann 2018 mit der damals 15-jährigen Greta Thunberg aus Schweden. Mit einem Schild, auf das sie „Schulstreik fürs Klima“ schrieb, saß sie 3 Wochen lang täglich vor dem schwedischen Parlament. Die junge Aktivistin hat damit eine weltweite Bewegung ins Leben gerufen. In Deutschland nennt sie sich „Fridays for Future“ [Freitags für die Zukunft].
Auch in Stuttgart versammeln sich jeden Freitag (auch am 15.3.) um 11 Uhr auf dem Marktplatz Hunderte von SchülerInnen und machen darauf aufmerksam, dass die aktuell politisch Verantwortlichen durch ihr Nichtstun die Zukunft der heutigen Jugend aufs Spiel setzen.
Wir haben eine der Organisatorinnen, die 20-jährige Charlotte von Bonin, zu einem Vortrag eingeladen. Sie kommt am Mittwoch, 20. März 2019, 17 Uhr ins Bürgerhaus in Rom und spricht über die Entstehung der Bewegung, Ziele und Organisationsformen. Eine Veranstaltung insbesondere für JungwählerInnen. Aber auch ältere Interessierte sind herzlich willkommen.
Eintritt frei.

Vortrag Prof. Braungart: Abfall ist Nahrung am 12. März

MB 10-2019 vom 27. Februar 2019

Die nächste PFB-Veranstaltung: Weltweit wird immer mehr Müll produziert. Mit die höchste Müllmenge pro Kopf fällt in Deutschland an. Vor allem Plastik, das unsere Weltmeere verseucht und das wir seither nach China exportierten. Die angebliche Wiederverwertung unseres Abfalls und die angestrebte Nachhaltigkeit bei der Güterproduktion sind große Mogelpackungen.

Doch es gibt Alternativen. Siewurden von dem dt. Chemiker Michael Braungart und dem amerik. Architekten William McDonough unter dem Oberbegriff „Cradle to Cradle“ [Von der Wiege zur Wiege] entwickelt: Sie entwickeln Produkte so, dass sie entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können oder als „technische Nährstoffe“ ständig in technischen Kreisläufen gehaltenwerden. So gibt es keinen unnützen Abfall mehr, sondern nur noch nützliche Rohstoffe. Abfall ist Nahrung. Es ist wie bei einem Kirschbaum: Er bringt tausende Blüten und Früchte hervor, ohne die Umwelt zubelasten. Sobald sie zu Boden fallen, werden sie zu Nährstoffen für Tiere,Pflanzen und den Boden.

Michael Braungart, einer der weltweit führenden Abfall-Experten, ist Hochschullehrer, Autor und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts. Er spricht am Di, 12. März um 20Uhr im Bürgerhaus in Rom. Eintritt frei.

Faltblatt verteilt
Am vergangenen Wochenende haben wir ein Faltblatt mit unseren Infoveranstaltungen zur Wahl an alle Haushalte in Kernen verteilt. Falls sie keines bekommen haben, bitte kurze Nachricht aninfo@pfb-kernen.de oder Tel. 42866

Neue Webseite
Alle Infos übers PFB und alle Veranstaltungen finden Sie auf unserer Webseite www.pfb-kernen.de

Vorschau
Mo, 18.3.: Film „Wackersdorf“
Mi, 20.3.: Charlotte v. Bonin „Klimakrise – Aufstand der Jugend“(FridaysForFuture)
Mo, 25.3.: Dorfbüro für Stetten

Faltblatt „Veranstaltungen Gemeinderatswahl 2019“

MB 09-2019 vom 27. Februar 2019

Bis zur Wahl am 26.5. organisiert das PFB insgesamt 15 Vorträge + Filme zu Themen, die sich sowohl mit aktuellen kommunalpolitischen Ereignissen als auch mit Zukunftsideen und -projekten beschäftigen, die über das tagespolitische Geschäft hinausreichen. Damit wir unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt hinterlassen können.

Alle Veranstaltungen sind auf einem Faltblatt zusammengefasst, das wir am kommenden Wochenende 2./3. März an alle Haushalte in Kernen verteilen. Wir bitten um freundliche Beachtung. Falls Sie je kein Faltblatt erhalten, schicken Sie einfach eine kurze Nachricht an info@pfb-kernen.de oder rufen an, Tel. 42866 (AB ist geschaltet). Dann bekommen Sie es per Post zugestellt.

Weltweite Erwärmung, Hunger, Verlust der Artenvielfalt und der bevorstehende Zusammenbruch unserer Zivilisation – das sind die Horrorvorstellungen, die wir fast täglich in unseren Massenmedien hören und sehen können.

Film „Tomorrow“ [Morgen] am Mo., 4. März

Die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der Umweltaktivist Cyril Dion wollten sich mit diesem Katastrophenszenario nicht abfinden. Deshalb machten sich die beiden auf den Weg und besuchten weltweit Menschen und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen.

Was sie fanden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Erzählung für unsere Zukunft geben kann. So entstand ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den weltweiten ökologischen Kollaps aufzuhalten. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Wirklichkeit von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.

Das Parteifreie Bündnis zeigt diesen mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm am Montag, 4. März 2019, 20 Uhr, Bürgerhaus, Stettener Str. 12. Der Eintritt ist frei.